Der Arbeitsmarkt im Tecklenburger Land
Frühjahrsaufschwung geht an der Region vorbei

Tecklenburger Land -

Die Zahl der Menschen ohne Job ist bundesweit auf den niedrigsten April-Wert seit der Wiedervereinigung gefallen. Das hat die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg am Dienstag mitgeteilt. Am Tecklenburger Land ist der vielerorts zu beobachtende Frühjahrsaufschwung dagegen weitgehend vorbeigegangen.

Dienstag, 30.04.2019, 17:15 Uhr
In der Logistikbranche gibt es derzeit viele offene Stellen.
In der Logistikbranche gibt es derzeit viele offene Stellen. Foto: Colourbox

Die Zahl der Arbeitslosen ist in und um Ibbenbüren sogar gestiegen. Bei den Langzeitarbeitslosen stellt das zuständige Jobcenter allerdings einen gegenteiligen Trend fest.

Zum Stichtag im April waren bei der Agentur für Arbeit in Ibbenbüren 2059 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 30 mehr als im März und sogar 59 mehr als vor einem Jahr. Wie in den beiden Vormonaten beträgt die Arbeitslosenquote unverändert 3,3 Prozent, vor einem Jahr waren es 0,1 Prozent weniger.

Angesichts solcher Werte ist Reiner Zwilling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit im Kreis Steinfurt, auch nicht wirklich beunruhigt. „In unserem Bezirk haben wir auch weiterhin eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten innerhalb Nordrhein-Westfalens“, betont er. „Wie in den vergangenen Monaten sehen wir eine stabile und positive Situation am Arbeitsmarkt.“ Im Kreisdurchschnitt ist die Arbeitslosenquote leicht auf 3,9 Prozent gesunken.

Während die Zahl der Personen, die erst seit Kurzem arbeitslos sind, gegenüber dem Vorjahr um rund elf Prozent auf 778 Betroffene gewachsen ist, meldet das Jobcenter im Rechtskreis des von ihm betreuten Sozialgesetzbuches II einen Rückgang um 1,5 Prozent auf 1281 Bezieher von Hartz-IV-Leistungen.

Unterschiedliche Entwicklungen

In den einzelnen Städten und Gemeinden des Tecklenburger Landes hat sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Deutlich gestiegen ist sie in Tecklenburg und Recke. Hier die aktuellen Zahlen (in Klammern April 2018 und prozentuale Veränderung):

...

Der positive Trend des ersten Quartals dieses Jahres in der Grundsicherung für Arbeitsuchende setze sich fort. Das Jobcenter verzeichnet dabei nach eigenen Angaben weiterhin einen stetigen Rückgang bei den Bedarfsgemeinschaften. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei deren Zahl im Kreis Steinfurt um über 900 Haushalte gesunken, berichtet Thomas Ostholthoff, Vorstand des Jobcenters Kreis Steinfurt. Im gleichen Zeitraum habe sich die Zahl der Leistungsbezieher um 1229 auf zuletzt 22 521 Menschen reduziert.

Trotz der von Experten beschriebenen Konjunkturabschwächung suchen die Unternehmen in der Region weiter kräftig nach Personal. Der Bestand an bei der Agentur in Ibbenbüren gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist auf 772 gestiegen, 27 mehr als im März.

Mehr als ein Drittel (283) davon entfallen auf Arbeitsplätze in der Fertigung und Produktion. 135 Stellen sind zurzeit in Verkehrs- und Logistikberufen sowie im Sicherheitsgewerbe frei. In den Bereichen Gesundheit, Soziales und Erziehung hat die Arbeitsagentur in Ibbenbüren derzeit 161 Jobangebote.

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