ANTL-Naturschutzjugend im Einsatz
Ehemalige Viehhütten als Brutplätze erhalten

Westerkappeln -

Die Viehhütte Hollmann in Seeste wird für ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr benötigt. Dennoch ist sie jetzt grundlegend renoviert worden – damit die Brutplätze für verschiedenen Vögel erhalten bleiben.

Dienstag, 14.05.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 13:28 Uhr
Die Viehhütte Hollmann in Seeste hat die Naturschutzjugend auch in Eigenarbeit unter der Leitung von Friedhelm Scheel jetzt komplett renoviert.
Die Viehhütte Hollmann in Seeste hat die Naturschutzjugend auch in Eigenarbeit unter der Leitung von Friedhelm Scheel jetzt komplett renoviert. Foto: Heinrich Weßling

Der Strukturwandel zwingt immer mehr Landwirte, ihre traditionelle Weideviehhaltung aus Kostengründen aufzugeben. Die dafür benötigten Viehhütten werden nicht mehr gebraucht, abgerissen oder dem Verfall preisgegeben. „Gerade diese Gebäude waren und sind hervorragende Tageseinstände und Brutplätze für Greifvögel, Singvögel und Fledermäuse“, sagt Friedhelm Scheel , Koordinator der Naturschutzjugend der ANTL Deswegen arbeiten inzwischen viele Landwirte mit dem ehrenamtlichen Naturschutz eng zusammen.

Auch im Fall der Viehhüte Hollmann ist eine Vereinbarung getroffen worden zwischen der Eigentümerfamilie und der Naturschutzjugend, das Gebäude zu renovieren. Die Finanzierung des Projektes gelang der AG über den „Heimat-Scheck“ der NRW-Landesregierung.

Die Instandsetzungsarbeiten waren dann doch umfangreicher, als sich die jungen Naturschützer um Friedhelm Scheel gedacht hatten. Die Mittelpfette war komplett morsch und musste durch ein Fachunternehmen ersetzt werden. Der östliche Giebel wurde komplett neu verbrettert, im westlichen Giebel lose Steine und Löcher wieder neu eingemauert. Das gesamte Dach ist jetzt mit Pfannen neu eingedeckt worden. Die dort installierte Wellpappe hatte viele Löcher und war brüchig geworden. Um die Besiedlung von Vögeln und Fledermäusen zu erleichtern, wurden die unterschiedliche Nisthilfen am und im Gebäude montiert.

Die Freude war bei den Mitgliedern der AG riesengroß, als ein Turmfalkenpärchen sechs Eier in seinen Nistkasten legte. An Hand von Gewöllen im Schleiereulenkasten konnte dieser Nachgreifvogel in der Hütte nachgewiesen werden.

Die AG-Naturschutzjugend freut sich über inzwischen drei renovierte Viehhütten und zwei Turmstationen.

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