„Stadtradeln“
Westerkappeln ist gut unterwegs

Westerkappeln -

Franziska Müller, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, ist mit dem Zwischenergebnis „sehr zufrieden“. Beim „Stadtradeln“ ist Westerkappeln gut unterwegs. Im Ranking der 14 teilnehmenden Kommunen aus dem Kreis Steinfurt belegt die Gemeinde in der Liste mit den meisten Radkilometern pro Einwohner einen der vorderen Plätze.

Freitag, 14.06.2019, 18:00 Uhr
Beim Stadtradeln ist die Motivation in den einzelnen Teilnehmerkommunen des Kreises höchst unterschiedlich, wie die Grafik zeigt. Westerkappeln liegt im Vergleich der 14 Städte und Gemeinden im vorderen Bereich.
Beim Stadtradeln ist die Motivation in den einzelnen Teilnehmerkommunen des Kreises höchst unterschiedlich, wie die Grafik zeigt. Westerkappeln liegt im Vergleich der 14 Städte und Gemeinden im vorderen Bereich. Foto: Grafik Jürgen Christ

„Gemessen daran, dass wir zum ersten Mal mitmachen, ist das ein gutes Ergebnis“, freut sich Müller . Und da das „Stadtradeln“ noch bis zum 19. Juni geht, kann sich Westerkappeln durchaus noch weiter nach vorne fahren.

„Stadtradeln“ ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Dieses Jahr machen 1047 Kommunen mit. Die Aktion ist am 30. Mai gestartet und endet am 19. Juni.

Bis Freitagmorgen (14. Juni) haben die Westerkappelner 30 373 Kilometer geradelt. Rechnerisch hat jeder der 11 427 Einwohner 2,66 Kilometer geschafft. Tatsächlich geht das Ergebnis aufs Konto von nur 173 aktiven Radlern in 27 Teams. „Man kann sich immer noch anmelden“, ermuntert Franziska Müller zum Mitmachen. Möglicherweise haben sich die Teilnehmer auch schon deutlich mehr abgestrampelt. Es gebe eine siebentägige Nachtragsfrist für jeden Kilometer, betont die Klimaschutzmanagerin.

Beachtlich ist die Leistung der Gemeinde Metelen: Mit nur etwas mehr als der Hälfte der Westerkappelner Bevölkerung sind die Bürger dort bis jetzt genauso viele Kilometer auf dem Rad gefahren, was ganz klar Platz 1 im Ranking Strecke/Einwohner bedeutet.

Absolut die meisten Radkilometer haben die Teams aus der Stadt Rheine (174 700) absolviert. In Ibbenbüren sind bis Freitag gut 72 000 Kilometer zusammengekommen, in Lotte rund 44 400 und in Mettingen knapp 41 700. Alle teilnehmenden Kommunen im Kreis Steinfurt bringen es aktuell auf fast 680 000 Kilometer. Dadurch wurden bislang rechnerisch rund 96 Kohlendioxid (CO) eingespart.

In Westerkappeln wurden durchs „Stadtradeln“ nach zwei Wochen rund vier Tonnen COvermieden. Fast eine Tonne kann der THC für sich verbuchen, der rund 6900 Kilometer geschafft hat – als Verein mit eigener Radsportabteilung vielleicht kein wirklich überraschendes Ergebnis. Mit 3248 Kilometern haben aber auch die Landfrauen in den vergangenen zwei Wochen fleißig in die Pedalen getreten. Sie stellen auch das Team mit den meisten Teilnehmern (23). Der THC hat nur neun Leute am Start.

Beeindruckend ist das Ergebnis der Klasse 7c der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln: Mit 1105 Kilometer steht die Klasse im Ortsvergleich der meisten Kilometer pro Teilnehmer ganz weit vorne. Die Mannschaft besteht nämlich aus nur einem Schüler.

Der Klimaschutzmanagerin ist es auch gelungen, die Lokalpolitiker zum Mitradeln zu bewegen: 11 der 27 Ratsmitglieder sind auf den Drahtesel gestiegen – Platz 6 in der Liste der fahrradaktivsten Kommunalparlamente. Auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer radelt mit, „aber leider zu wenig“, räumt sie ein. In der oft nur knappen Mittagspause nutze sie dann doch das Auto. „Ich werde mich aber bessern“, versichert die Verwaltungschefin.

Selbstverständlich steigt auch Klimaschutzmanagerin Franziska Müller für die Kampagne aufs Rad – immer nach Feierabend für den Heimweg nach Osnabrück. 112 Kilometer hat sie so geschafft. Morgens nimmt sie das Rad im Bus mit. Auch das ist ein klimafreundliches Pendlerverhalten. Fürs „Stadtradeln“ zählt das aber nicht.

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