Workshop mit dem Chor „Thlokomela“
Ansteckende Rhythmen und Melodien

Westerkappeln -

Einfache Melodien, einfache Bewegungen, da können einfach alle mitmachen. 15 Frauen und Männer des namibischen Chors „Thlokomela“, der auf seiner Deutschlandtournee in Westerkappeln Station machte, und rund 40 Sängerinnen und Sänger aus der Gemeinde und der Umgebung trafen sich am Dienstagabend zum Workshop im Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

Mittwoch, 19.06.2019, 15:46 Uhr
Schon mit den ersten Takten sprang der Funke über, sangen und tanzten die Teilnehmer zwischen zwölf und 60 Jahren gemeinsam.
Schon mit den ersten Takten sprang der Funke über, sangen und tanzten die Teilnehmer zwischen zwölf und 60 Jahren gemeinsam. Foto: Dietlind Ellerich

Schon mit den ersten Takten sprang der Funke über, sangen und tanzten die Teilnehmer zwischen zwölf und 60 Jahren gemeinsam. Einzige Schwierigkeit für die Europäer in der Runde waren die Klicklaute der afrikanischen Stammessprache Khoekhoegowab, die die Muttersprachler aus Namibia aus dem Effeff beherrschten, während sich die Westfalen trotz redlicher Mühen, doch unter großem Gelächter etwas schwerer mit den ungewohnten Klängen taten.

„Musik verbindet“, hatte Kirchenmusikdirektor Martin Ufermann in seiner Begrüßung versichert, und die 23-jährige Aysha, die die Einstimmung des gemischten Chors übernahm, stellte eindrucksvoll unter Beweis, wie gut und schnell das funktionierte. „Gemeinsam schaffen wir das“, lautete ihre Devise und auch die der Songs, die sie mit dem Ensemble einstudierte.

Nicht nur die Klicklaute machten den Westfalen zu schaffen, auch die Hitze war eine Herausforderung, die die Sänger mit einigen Trinkpausen und dem Fächeln von Konzertplakaten und Flyern meisterten.

Ohne Bewegungen ging es jedenfalls nicht, singen und dabei still stehen entspricht so gar nicht der namibischen Mentalität, wie Melanie Wehmeier weiß. Die Westerkappelnerin ist nicht nur Gastgeberin von zwei jungen Chormitgliedern, sondern war auch selber schon zu Gast in dem Land im Süden Afrikas.

„Musik verbindet“, das wurde im Workshop im Dietrich-Bonhoeffer-Haus offensichtlich.

„Musik verbindet“, das wurde im Workshop im Dietrich-Bonhoeffer-Haus offensichtlich. Foto: Dietlind Ellerich

„Die namibische Musik ist einfach ansteckend“, so hat es Wehmeier selber erlebt. Und in den vergangenen Tagen kamen viele Westerkappelner vom Kleinkind bis zum Senior in den Genuss der Melodien und Rhythmen, die Lebensfreude pur vermitteln.

In Workshops in den evangelischen Familienzentren Anne Frank und Am Kapellenweg, im Wohnbereich der Ledder Werkstätten mit den Bewohnern und der hauseigenen Band „Kellerasse“, mit den Konfirmanden und Schülern der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln erarbeiteten die namibischen Chormitglieder ein Programm für das Konzert am Mittwochabend in der Stadtkirche.

„Musik verbindet“, das wurde im Workshop im Dietrich-Bonhoeffer-Haus offensichtlich, als sich Namibier und Westfalen an den Händen fassten und gemeinsam fröhlich und ausgelassen tanzten und sangen. Ob die Klicklaute bei allen perfekt über die Lippen kamen, interessierte am Ende niemanden mehr.

Die Begeisterung kam rüber, und der oder die eine oder andere hatte die erlernten Songs noch auf dem Heimweg im Ohr.

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