„Kuckucks-Nest“ schließt Café und Restaurant
Rückzug aus dem Tagesgeschäft

Westerkappeln -

Es ist kein Geheimnis mehr: Das Bauerncafé-Restaurant „Kuckucks-Nest“ an der Mettinger Straße will schließen. Zwar nicht ganz, „aber aus dem Tagesgeschäft werden wir uns zurückziehen“, bestätigt Chefin Monique Diekamp jetzt auf wiederholte WN-Anfragen.

Freitag, 21.06.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 23.06.2019, 17:36 Uhr
Das „Kuckucks-Nest“ auf dem Hof Diekamp wurde 2005 eröffnet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 werden Café und Restaurant geschlossen. Künftig stehen die Räumlichkeiten nur noch als Event-Location und für Sonderveranstaltungen zur Verfügung.
Das „Kuckucks-Nest“ auf dem Hof Diekamp wurde 2005 eröffnet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 werden Café und Restaurant geschlossen. Künftig stehen die Räumlichkeiten nur noch als Event-Location und für Sonderveranstaltungen zur Verfügung. Foto: Frank Klausmeyer

„Die Räume für Veranstaltungen inklusive Bedienung und Getränkeservice werden wir weiter zur Verfügung stellen“, erläutert die Betreiberin zum neuen Konzept, das mit Beginn des Jahres 2020 umgesetzt werden solle. Bis dahin laufe der Betrieb wie gewohnt. Auch Sonderveranstaltungen solle es weiter geben. Die Küche werde aber geschlossen. „Essen kann dann von einem Caterer nach deren Wahl angeliefert werden. „Ich spreche auch gerne die eine oder andere Empfehlung für einen Caterer aus, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben“, sagt Diekamp .

Der Hof Diekamp war 2005 zu Bauerncafé mit Restaurant umgebaut worden. Monique Diekamp führte den Betrieb, ihr Vater Heiner stand verantwortlich in der Küche. Das Konzept ging auf, das „Kuckucks-Nest“ erwarb sich schnell einen guten Ruf über die Gemeindegrenzen hinaus. Der große und der kleine Saal waren durch Familienfeiern und Vereinsveranstaltungen immer gut belegt.

Doch das Tagesgeschäft ist – wie vielerorts in der Gastronomie – kein Selbstläufer. „Mein Schwerpunkt sind die Veranstaltungen, das Tagesgeschäft war für mich da, um Kontakte zu knüpfen und damit Gäste unser Haus kennenlernen können“, erläutert Diekamp zu ihren Motiven. Doch das Tagesgeschäft sei unkalkulierbar hinsichtlich der Gästezahl. Darum habe sie sich entschieden, das komplett einzustellen. „Entweder hat man viel zu viel Kuchen gebacken, der weggeschmissen wird, oder es ist zu wenig. Genauso ist es mit den Lebensmitteln für die warme Küche“, erzählt die Gastwirtin. Hinzu komme der personelle Aufwand, der in Zukunft da wäre. „Ich wäre gezwungen, meine Preise so hoch zu schrauben, dass ich das mit mir selber nicht vereinbaren könnte. Da würde ich mir selbst überlegen, ob ich dort zum Kaffeetrinken hingehen möchte.“

Für ihre Stammgäste tue es ihr sehr leid, zumal immer mehr Cafés schlössen und die Gäste nicht mehr wüssten wohin. „Man muss aber auch schauen, ob sich das ganze für einen selbst rechnet“, bittet Monique Diekamp mit Hinweis auf die Relation von Arbeit und Nebenkosten zu den Einnahmen um Verständnis.

Der Tanztreff, der immer mittwochs und donnerstags Gäste aus nah und fern ins „Kuckucks-Nest“ lockt, soll weiterlaufen. „Das werden meine Eltern in eigener Regie machen.“ Eventuell werde die beliebte Veranstaltung noch zusätzlich an zwei Sonntagen im Monat angeboten.

In der örtlichen Gastronomie hat es in jüngerer Vergangenheit einige Veränderungen gegeben. Vor einem Jahr schloss das Restaurant „Breakpoint“ im Sportpark am Gartenkamp. Bis jetzt stehen die Räume leer. Der „Langebrücker Hof“ öffnete dagegen Ende 2018 neu. Die Gaststätte Rieskamp-Goedeking wird übrigens nicht geschlossen. Entsprechende Gerüchte kursieren seit einiger Zeit in der Gemeinde. Daran sei absolut nichts dran, versichert Wirt Christian Rieskamp-Goedeking.

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