10. Ökoprofit-Runde: Westerkappeln ist dabei
So langsam kommen sie in Fahrt

Westerkappeln/Kreis Steinfurt -

Zehn Unternehmen und Kommunen aus dem Kreis Steinfurt beteiligen sich seit Herbst vergangenen Jahres an der 10. Öko-Profit-Runde, ein Kooperationsprojekt mit dem Ziel der Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen. Mit dabei ist auch der bauhof der Gemeinde Westerkappeln.

Freitag, 28.06.2019, 07:00 Uhr
Zehn Unternehmen und kommunale Einrichtungen nehmen seit vergangenen Herbst an der 10. Ökoprofit-Runde des Kreises Steinfurt teil. Zur Zwischenbilanz trafen sich ihre Vertreterinnen und Vertreter am Mittwochvormittag in der Oase GmbH in Hörstel zur Zwischenbilanz und zu einem Workshop.
Zehn Unternehmen und kommunale Einrichtungen nehmen seit vergangenen Herbst an der 10. Ökoprofit-Runde des Kreises Steinfurt teil. Zur Zwischenbilanz trafen sich ihre Vertreterinnen und Vertreter am Mittwochvormittag in der Oase GmbH in Hörstel zur Zwischenbilanz und zu einem Workshop. Foto: Matthias Lehmkuhl

Mitarbeiter für Projekte zu motivieren, die sich nicht direkt positiv auf ihre Lohntüte auswirken, sei mühselig. Das gab Marcus Goeke , Inhaber der Goeke Intermedia aus Emsdetten, bei der Ökoprofit-Zwischenbilanz am Mittwoch in den Räumen der Oase GmbH in Hörstel-Riesenbeck zu.

Der Hersteller von Wasserspielen in heimischen Gärten bis hin zu Großinstallationen im öffentlichen Bereich war Gastgeber für den 6. Workshop des Kooperationsprojektes Ökoprofit.

Seit Herbst vergangenen Jahres beteiligen sich mit Atair aus Steinfurt, Empac, Goeke Intermedia und Eve (alle aus Emsdetten), mit dem Rathaus der Gemeinde Saerbeck und dem Bauhof der Gemeinde Westerkappeln, sowie mit Husmann Reisen aus Neuenkirchen, Parsch aus Ibbenbüren, Wessling aus Altenberge und dem Gastgeber Oase zehn Unternehmen und Kommunen an diesem Projekt, das eine Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen zum Ziel hat.

Ulrich Nykiel vom Gastgeber Oase informierte anfangs die Vertreter der Workshop-Teilnehmer über die Produkte des „Global Players“ für das Medium Wasser. Nykiel zeigte ein Video über ein Wasserspiel in der Türkei, das dem Auftraggeber rund zehn Millionen Euro kostete. Landrat Dr. Klaus Effing begrüßte die Anwesenden. Ökoprofit sei ein Baustein für den Klimaschutz. „Damit wir unser Ziel erreichen, 2050 energieautark zu sein, brauchen wir die Unternehmen“, betonte Effing.

Ökoprofit

Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft mit dem Ziel der Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen. Der Kreis Steinfurt zählt seit über 15 Jahren zu den Ökoprofit-Pionieren in Nordrhein-Westfalen. 115 Unternehmen haben in den bisherigen neun Runden die Möglichkeit genutzt, das Projekt „Ökoprofit Kreis Steinfurt“ erfolgreich zu durchlaufen und eindrucksvolle Ergebnisse erzielt. Mit über 1000 finanziell bewertbaren Maßnahmen erzielen diese Unternehmen jährliche Kostensenkungen von 5,7 Millionen Euro bei einmaligen Investitionen von 13,4 Millionen Euro.

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Marcus Goeke von Goeke Intermedia warf während seiner persönlichen Zwischenbilanz eine Kurve an die Wand, aus der zu erkennen war, dass die Anfangseuphorie in seiner Belegschaft sehr groß, aber bis Ende des vergangenen Jahres „annähernd gleich null“ war. „Aber seit Anfang dieses Jahres zeigt die Kurve steil nach oben“, betonte der Unternehmensleiter, dass seine Mitarbeiter so langsam in Fahrt kommen.

Alle zehn Unternehmen und Kommunen setzen ihr Hauptaugenmerk im Einsparen von Energie und im Abfallmanagement. So werden für die Beleuchtung soweit es möglich ist, LEDs und Bewegungsmelder eingesetzt. Atair hat den Briefverkehr auf E-Mail umgestellt und die Mülltrennung eingeführt. Empac hat die Anzahl seiner Drucker von 25 auf fünf reduziert. Eve installiert öffentliche E-Ladestationen. Das Saerbecker Rathaus hat eine Brennstoffzelle eingebaut.

Der Westerkappelner Bauhof will sich zwei Elektrofahrzeuge anschaffen. Husmann hat seine Flotte mit vier Bussen aufgerüstet, die weniger Kraftstoff verbrauchen. Oase hat seinen Strom- und Wasserverbrauch durch Isolierungsmaßnahmen immens verringern können. Energiekosten in Höhe von rund 15 000 Euro hat die Firma Parsch eingespart und 115 Wessling-Mitarbeiter sind mit einem Jobrad unterwegs.

Im anschließenden Workshop befassten sich die Teilnehmer mit der zukünftigen Entwicklung bei den Verpackungsmaterialien und mit dem Energie- und Umweltcontrolling.

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