Bürgermeisterin zeichnet die besten Stadtradler aus
Abgestrampelt für den Klimaschutz

Westerkappeln -

Ehre wem Ehre gebührt: Schließlich haben sich die 22 Westerkappelner Teams, die vom 30. Mai bis zum 19. Juni beim Stadtradeln mitgemacht haben, ordentlich für den Klimaschutz abgestrampelt. Zusammen haben sie 47 343 Kilometer in die Pedalen getreten und dadurch knapp sieben Tonnen Kohlendioxid (CO²) vermieden.

Freitag, 12.07.2019, 16:30 Uhr
Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (rechts) und Klimaschutzmanagerin Franziska Müller (rechts) gratulierten den besten Westerkappelner Stadradlern (von links): Stadtradeln-Star Simone Baumann, Thomas Heiber (Zweitplatzierter in der Einzelwertung), Johannes Kleff (Drittplatzierter) und „Sieger“ Frank Denzel sowie Hans-Peter Schüro, der den Preis für den THC als beste Mannschaft entgegennahm. Louis und Henry Fliehe haben zwar nicht geradelt, aber sich auch fürs Klima engagiert. Sie machten bei der Kindermeilen-Aktion mit.
Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (rechts) und Klimaschutzmanagerin Franziska Müller (rechts) gratulierten den besten Westerkappelner Stadradlern (von links): Stadtradeln-Star Simone Baumann, Thomas Heiber (Zweitplatzierter in der Einzelwertung), Johannes Kleff (Drittplatzierter) und „Sieger“ Frank Denzel sowie Hans-Peter Schüro, der den Preis für den THC als beste Mannschaft entgegennahm. Louis und Henry Fliehe haben zwar nicht geradelt, aber sich auch fürs Klima engagiert. Sie machten bei der Kindermeilen-Aktion mit. Foto: Frank Klausmeyer

Am Donnerstagabend hatte Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer , die sich auch selbst aufs Rad gesetzt hatte, zur Siegerehrung in den Ratssaal geladen. Westerkappeln habe erstmals beim Stadtradeln mitgemacht und unter den teilnehmenden Kommunen im Kreis Steinfurt den zehnten Platz in der Gesamtwertung erreicht. „Das kann sich doch sehen lassen“, meinte die Verwaltungschefin. Radfahren lohne sich: „Man tut etwas für die Gesundheit und den Klimaschutz.“

In Westerkappeln hatten sich insgesamt 229 Kinder, Frauen und Männer fürs Stadtradeln angemeldet, darunter immerhin die Hälfte des Gemeinderates. Die von allen absolvierte Gesamtstrecke entspricht der 1,18-fachen Länge des Äquators.

Das Team mit den meisten Teilnehmern, nämlich 29, stellte die Klasse 7c der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln. Die Klasse war mit 2107 absolvierten Kilometern gleichzeitig das beste Schülerteam. Große-Heitmeyer hatte sich bereits am Nachmittag bei den Schülerinnen und Schülern bedankt und einen Scheck über 100 Euro für die Klassenkasse überreicht.

Allerlei Sachpreise, gestiftet von örtlichen Unternehmen, wurden dann am Donnerstagabend im Rathaus überreicht. Der Star des Stadtradelns war Simone Baumann, Leiterin des Familienzentrums St. Barbara, die 21 Tage lang komplett aufs Auto verzichtete und alle Wege mit dem Rad oderdem Öffentlichen Personennahverkehr zurücklegte. In einem Blog berichtete sie über Freuden und Leides des Fahrradfahrens. Ihr Fazit: „Es hat Spaß gemacht.“

Das Familienzentrum St. Barbaras war mit 2900 Kilometern auch in der Teamwertung vorne mit dabei. Mehr als die Hälfte davon (1602) radelte Johannes Kleff, der Drittplatzierte in der Einzelwertung. 64 Kilometer mehr hatte am Ende Thomas Heiber auf dem Tacho, der für die Mannschaft des THC startete. Zum Team gehörte auch Frank Denzol, der mit 1916 die mit Abstand meisten Kilometer beim Stadtradeln machte. So eine lange Strecke sitzt er vielleicht nicht auf der linken Gesäßbacke ab, aber für Denzol ist das offensichtlich nichts Außergewöhnliches. Vergangenes Jahr legte er für den THC und privat rund 28 000 Kilometer zurück. „Dieses Jahr möchte ich die 30 000er Marke knacken.“

Angesichts solcher Konkurrenz wundert es dann auch nicht wirklich, dass das Dutzend THC-Radsportler den ersten Platz in der Mannschaftswertung belegt hat; absolut (9628 Kilometer) und relativ (802,3). Knapp 1,4 Tonnen COhaben sie vermieden. Beachtlich ist auch das Ergebnis der Westerkappelner Landfrauen , die zusammen auf 5224 Kilometer gekommen sind, was einer CO-Vermeidung von gut 740 Kilogramm entspricht. Die Berechnung basiert auf 142 Gramm COpro Person und Kilometer.

Eine Verlosung gab es ebenfalls. Rund 100 Stadtradler hatten mitgemacht. Die Klimaschutzbeauftragte Franziska Müller fischte am Donnerstag auch den Namen ihrer Chefin – Bürgermeisterin Große-Heitmeyer – aus der „Lostrommel“. Diese stellte ihren Preis aber umgehend für einen anderen Gewinner zur Verfügung. Folgende Frauen und Männer haben einen Gutschein oder Sachpreis gewonnen: Herman Lüdeke, Melanie Hinke, Friedhelm Wilbrand, Alex Gehring, Werner Schröer, Birgit Lindlage, Fabian Kasch, Dietmar Beimdiek, Axel Kersting, Gaby Herden, Horst Wieligmann, Gabriele Rüsenberg und Kim Hilsmann.

Die Hauptgewinne gab es für Denis Temme (30-Minuten-Massage) sowie für Marina Stalljohann-Schemme und Wolfgang Büker, die sich jeweils über ein prall gefülltes Paket der Confiserie Rabbel freuen durften. Die damit verbundenen Kalorien können spätestens beim Stadtradeln 2020 wieder abgestrampelt werden.

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