„Düte rockt“
Heiße Party im Schützenzelt

Westerkappeln -

Wenn schon von weitem die Klänge der E-Gitarren, Bässe und Schlagzeuge durch die sonst so beschauliche Bauernschaft Düte klingen, wenn Menschen mit langen Haaren, langen Bärten, Lederkutten mit Emblemen von großen Festivals wie „Wacken“ oder „Rock am Ring“, zumindest aber in schwarzen Fan-Shirts von unterschiedlichen Rock- und Metallbands wie Motörhead, Rammstein oder Metallica zum Schützenplatz pilgern, dann heißt es wieder „Düte rockt“.

Sonntag, 28.07.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 29.07.2019, 08:42 Uhr
Als Headliner hatten „Awake“ leichtes Spiel mit dem gut aufgeheizten Publikum. Da flogen sofort die Arme nach oben und die Luftgitarren wurden hervorgekramt.
Als Headliner hatten „Awake“ leichtes Spiel mit dem gut aufgeheizten Publikum. Da flogen sofort die Arme nach oben und die Luftgitarren wurden hervorgekramt. Foto: Daniela Lepper

„Wir sind ein kleines Festival, das sehr gute regionale Musik und definitiv den härtesten Auftakt eines Schützenfestes bietet“, fasst Volker Tschöltsch , der „ Düte rockt“ gemeinsam mit Andreas Cord , Dirk Görtemüller und Stefan Niekamp vor 16 Jahren ins Leben rief, treffend zusammen. Seither hat es sich am Vorabend des Düter Schützenfestes fest im Terminkalender von Rockfans aus dem Tecklenburger und Osnabrücker Land etabliert.

Am heißen Freitagabend ließen sich weder die Akteure auf der Bühne noch das Publikum vor der Bühne von den Temperaturen nur knapp unter 30 Grad davon abhalten, ordentlich abzurocken.

Den Auftakt machten „Alarming Jesus“ aus Lingen, die zuvor als Special Guest angekündigt worden waren und sich gerade erst (wieder) gegründet haben. Nach 15-jähriger Pause hatten sie am Freitagabend ihren Premierenauftritt bei „Düte rockt“. Als erste Band hatten sie es allerdings noch etwas schwer, das Publikum vom kühlen Bier auf dem luftigen Zeltvorplatz nach drinnen zu ziehen. Mit Alternative Metal à la „Billy Talent“ lockten sie aber nach und nach immer mehr in das Festzelt nahe des Traktorenmuseums.

Während „Alarming Jesus“-Frontmann Dennis Vaas noch eine Wasserflasche nach der anderen leerte, um sich beim schweißtreibenden Auftritt zu erfrischen, ölte Ralph T. Locker, Frontmann und Lead-Gitarrist der Meller Band „Ivory“, backstage bereits seine Stimme mit Whiskey. An seinem Mikrofonständer auf der Bühne war dann sogar extra ein Flaschenhalter angebracht, wo der Whiskey-Buddel während des Auftritts seinen festen Platz hatte.

Mit Eigenkompositionen, die sie als Main Stream Rock bezeichnen, begeisterten die Altrocker, die seit 1982 auf der Bühne stehen, das Publikum. Da kam es auch schon mal vor, dass mit „The Fog“ ein Stück, das 40 Jahre alt ist, auf das Lied „The Bridge“, frische vier Wochen jung, folgte.

„Düte rockt“ begeistert mit regionalen Top-Bands

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  • Nach 15 Jahren Pause standen „Alarming Jesus“ aus Lingen bei „Düte rockt“ wieder auf der Bühne.

    Foto: Daniela Lepper
  • Als erste Band zogen „Alarming Jesus“ nach und nach die Gäste ins Festzelt.

    Foto: Daniela Lepper
  • Main Stream Rock, so nennen „Ivory“ ihre Eigenkompositionen.

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  • Frontmann und Lead-Gitarrist Ralph T. Locker mit seinem speziellen Mikrofonständer.

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  • „Ivory“ stehen seit 1982 auf der Bühne und sorgen für Stimmung.

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  • Jan Niklas Suhre, Drummer von „Ivory“.

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  • Heavy-Rock spielt die Band „Saint Lilly“.

    Foto: Daniela Lepper
  • Stylish!

    Foto: Daniela Lepper
  • Drik Pyhel, Schlagzeuger von „Saint Lilly“.

    Foto: Daniela Lepper
  • Jan Elmendorf, Sänger bei „Saint Lilly“ heizt den Fans ein.

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  • Sänger Jan Elmendorf hielt es nicht auf der Bühne.

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  • Heavy Metal, Hard Rock und Grunge gehören zum Repertoire von „Awake“ mit Sänger und Keyboarder Cornelius.

    Foto: Daniela Lepper
  • Sänger Cornelius mit Gitarrist Sven.

    Foto: Daniela Lepper
  • Roland spielt bei „Awake“ den Bass.

    Foto: Daniela Lepper
  • Nicht nur im Publikum, auch auf der Bühne war die Stimmung grandios.

    Foto: Daniela Lepper
  • „Düte rockt“ gibt es seit 16 Jahren. „Der härteste Auftakt eines Schützenfestes“, schmunzelt Volker Tschöltsch vom Orgateam.

    Foto: Daniela Lepper

Mit „Saint Lilly“ kam dann wieder die etwas härtere Gangart auf die Bühne. Heavy Rock hatten die Oldenburger im Gepäck und auch wenn sich Schlagzeuger Dirk Pyhel bereits vor dem Auftritt seines T-Shirts entledigte ließen sie sich von den Temperaturen nicht abschrecken. „Rock ist immer ein bisschen Schweißarbeit“, sagte Sänger Jan Elmendorf und zeigte beim Auftritt, dass er Bewegung nicht scheute. Wie ein Duracell-Häschen nutze er den gesamten Platz auf und vor der Bühne. Immer wieder mischte er sich unters Publikum, um mit den Gästen anzustoßen oder einfach gemeinsam zu singen. Da war das Eis schnell gebrochen.

Die fünf Jungs von „Awake“ hatte am Ende als Headliner leichtes Spiel: Gut aufgeheizt sprang das Publikum gleich auf die ersten Coversongs aus den 70ern an, reckte die Arme in die Höhe und grölte die Textzeilen von „Born to be wild“ mit. Einige spielten gar Luftgitarre und headbangten vor der Bühne. Mit der anschließenden After-Show-Party fand die 16. Auflage von „Düte rockt“ einen würdigen Abschluss.

Da der Schützenverein Düte im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, darf man auch in Bezug auf das Festival gespannt sein. Die Planungen beginnen bereits jetzt, denn: „Nach dem Festival ist vor dem Festival“, sagt Volker Tschöltsch augenzwinkernd.

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