FSG Atletico Obermetten pausiert in nächster Saison
Ungewöhnlich, aber sympathisch

Westerkappeln -

Die Freizeit-Sport-Gemeinschaft (FSG) Obermetten hat am Wochenende ihr 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Trotz eines erfreulichen fünften Platzes zum Saisonende wollen die Freizeitkicker in der nächsten Spielzeit eine Pause einlegen.

Sonntag, 11.08.2019, 16:22 Uhr
Bei der Jubiläumsfeier der FSC Atletico stand ein Menschenkickerturnier auf dem Programm.
Bei der Jubiläumsfeier der FSC Atletico stand ein Menschenkickerturnier auf dem Programm. Foto: Christina Halbach

Zur Jubiläumsfeier hatte die FSG Atletico auf die Wiese am Vereinsheim in Obermetten geladen. Neben Party und Frühschoppen am Sonntagmorgen gehörte ein Menschenkickerturnier zu den obligatorischen Programmpunkten. Die Obermettener Freizeitkicker hatten zur sportlichen Auseinandersetzung auf ungewohnt begrenzten sechs mal 16 Metern Spielfläche befreundete Vereine gebeten. Weil krankheits- und urlaubsbedingt einige Gegner kurzfristig absagen müssen, wie Vereinsvorsitzender Bernd Fliehe mitteilte, beschränkte sich das Teilnehmerfeld auf vier Mannschaften, was dem sportlichen Ehrgeiz der FSG jedoch keinen Abbruch tat. Gegen den Schützenverein Obermetten legten sie auch im engen Stangenkorsett mit einem 3:1 einen Auftakt nach Maß hin.

Ein Auftakt nach Maß war die Vereinsgründung vor 30 Jahren nicht unbedingt. Sympathisch war die erste Stunde am 30. Juni 1989 allemal. Mehr aus einer Bierlaune heraus hatte eine 14-köpfige Tippgemeinschaft in der Gaststätte Steinriede die Gründung des Freizeitkickervereins beschlossen. Neun junge Männer haben damals ihre Unterschrift unter das Gründungsprotokoll gesetzt, auf 126 Mitglieder ist die FSG seitdem angewachsen. Auch Frauen haben sich der Gemeinschaft angeschlossen. Nicht nur aus sportlichem Interesse, auch Heimatverbundenheit spiele dabei eine Rolle, sagt etwa Klaudia Frehmeyer-Lagemann: „Ich bin Obermettener Kind und in vielen Vereinen Mitglied.“

In der Ibbenbürener Stadtliga fassten die Fußball-Novizen schließlich Fuß, als diese auf zwei Ligen erweitert wurde. Bis dahin habe man seine fußballerischen Fähigkeiten in der Osnabrücker Sommer- und Winterrunde erprobt, erinnert sich Schriftführer Udo Etgeton , der mehrere Jahre für den „ Atletico Sportspiegel“ verantwortlich gewesen ist. In 162 Ausgaben informierte das Gründungsmitglied auf eng bedruckten zwei Din-A4-Seiten die aktiven und passiven Mitglieder über die letzten Ergebnisse, die nächsten Spieltermine oder anstehende Geburtstage. „Herumgefahren und in den Briefkasten geworfen habe ich das Blatt auch noch“, berichtet er lachend von dem Projekt, in dem Herzblut, aber auch viel Arbeit steckte.

Gemeinsam mit Trainer Marcel Wortmann blicken Mannschaft und Vorstand stolz auf die zurückliegende Spielzeit zurück: „Die Saison war wirklich sehr gut“, meint Bernd Fliehe. Vor knapp fünf Jahren hat der 24-jährige Wortmann die Atletico-Kicker übernommen. Mit Spaß auf den Platz zu gehen, sei dabei das Credo gewesen, was er den Spielern vor dem Anstoß auf den Weg gegeben habe.

Diese stammen aktuell überwiegend aus dem SC Velpe Süd und sind damit am Wochenende auf dem Platz im Einsatz: Eine Doppelbelastung, die sich für Atletico über die Jahre zum Problem entwickelt hat: „Vereinsfußball geht vor Freizeitfußball“, stellt der Vorsitzende fest. Es sei zuletzt schwierig gewesen, Leute für das nächste Spiel zu bekommen. Hinzu komme außerdem die Belastung durch berufliche und familiäre Verpflichtungen, erläutert Fliehe die Entscheidung die kommende Saison zu pausieren. Ganz verzichten müssen die Fans auf ihre Mannschaft jedoch nicht, betont Etgeton: Bei Hallenturnier oder einem Gute-Zweck-Kick will die FSG Obermetten auf jeden Fall dabei sein.

Beim Menschenkickerturnier mussten sich die Jubilare gegen „Auf Schalke Obermetten“ geschlagen gegeben, der die sportliche Auseinandersetzung mit einem Punkt Vorsprung für sich entscheiden konnte.

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