Kein Rollrasen: Sanierung des Hanfriedenstadions dauert deshalb länger
Ball rollt wieder im Frühjahr 2021

Westerkappeln -

In rund zwei Wochen fahren im Hanfriedenstadion die Baufahrzeuge vor. Auf dem Plan steht eine Runderneuerung der Sportstätte des TSV Westfalia 06. In den kommenden Monaten werden die Rasenfläche erneuert und neue Sportanlagen errichtet. Landschaftsarchitekt Helmut Grüning, der auch schon den Kunstrasenplatz „Am Königsteich“ geplant hat, geht davon aus, dass ein Großteil der Arbeiten noch in diesem Jahr erledigt werden kann.

Mittwoch, 14.08.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 17:41 Uhr
Ende August beginnt eine Garten- und Landschaftsbaufirma mit der Sanierung des Hanfriedenstadions, das bereits jetzt für den Spielbetrieb gesperrt ist. Neben einer neuen Rasenfläche entstehen auch Weit- und Hochsprunganlagen.
Ende August beginnt eine Garten- und Landschaftsbaufirma mit der Sanierung des Hanfriedenstadions, das bereits jetzt für den Spielbetrieb gesperrt ist. Neben einer neuen Rasenfläche entstehen auch Weit- und Hochsprunganlagen. Foto: Katja Niemeyer

Nachdem er im Februar den Planungsauftrag erhielt, hatte Grüning ordentlich auf die Tube gedrückt, damit die Sanierungsarbeiten noch in diesem Sommer starten konnten. Eigentlich hätte es auch schon in diesen Tagen losgehen sollen. „Dann kam aber der Urlaub des Bauleiters dazwischen, so dass sich die Planung jetzt um zwei Wochen verschiebt“, erläutert der Landschaftsarchitekt. „Das ist aber alles noch im Rahmen.“

Ohnehin müssen Sportler und Schüler mehr als ein Jahr auf ihren Platz verzichten. Dieser wäre wesentlich schneller wieder einsatzbereit, wenn Rollrasen verlegt würde. Dagegen hatte sich aber der Rat im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung am 9. Juli aus Kostengründen ausgesprochen, erläutert Bürgermeisterin Große-Heitmeyer, warum nunmehr der Rasen entgegen dem ursprünglichen Vorschlag der Verwaltung gesät wird. Damit, so die Verwaltungschefin, müsse ein Teil des Sportunterrichts im kommenden Jahr andernorts stattfinden. „Die Schulen müssen dann wahrscheinlich auf Plätze in Halen oder Mettingen ausweichen.“

Laut Landschaftsarchitekt Grüning wäre das 7800 Quadratmeter große Spielfeld bereits im Mai 2020 wieder bespielbar gewesen, wenn sich die Politik für Rollrasen entschieden hätte. Dieser wäre allerdings auch rund 55 000 Euro teurer geworden. Weil die Grünfläche mindestens ein Jahr ruhen muss, kann der Ball im Hanfriedenstadion nun erst im Frühjahr 2021 wieder rollen. Die Garten- und Landschaftsfirma, die demnächst anrückt, legt aber nicht nur einen neuen Rasen an. Geplant ist auch der Bau einer 400-Meter-Bahn.

Außerdem entstehen zwei Weitsprung-Gruben und eine Hochsprung-Anlage. Die vorhandenen Diskus- und Kugelstoß-Anlagen würden indes bestehen bleiben, so Landschaftsarchitekt Grüning.

Außen vor bleibt auch eine Erweiterung der Umkleide- und Clubgebäude. Und auch die Flutlichtanlage soll bleiben.

Rund 680 000 Euro kostet die Sanierung. Ob die Gemeinde die Zuschüsse erhält, die beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung beantragt wurden, ist derzeit noch offen. Wirtschaftsförderin Anke Biehl hatte Anfang Februar verkündet, dass aus einem Förderprogramm für die Sanierung von kommunalen Einrichtungen in den Bereichen, Sport, Jugend und Kultur eine Kostenübernahme von 45 Prozent möglich sein könnte. Eine endgültige Entscheidung steht aber offenbar noch aus.

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