Pausenhof der Grundschule am Bullerdiek ist noch Baustelle
Wie auf dem Handgranatenwurfstand

Westerkappeln -

An der Grundschule am Bullerdiek sieht es – salopp formuliert - aus wie auf dem Handgranatenwurfstand. In einer Woche kommen die neuen i-Dötze. Da stellt sich die Frage, wo diese und alle älteren Grundschüler in den Pausen hin sollen ?

Mittwoch, 21.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 16:38 Uhr
Vorsicht Baustelle ! Auf dem Pausenhof der Grundschule am Bullerdiek gibt es zurzeit keinen Platz zum Spielen. Inwieweit das Gelände bis zum Schuljahresbeginn nächste Woche wiederhergestellt werden kann, ist offen. Im Hintergrund zu sehen ist die Lücke, die durch den Abriss des Toilettentraktes zwischen Schulgebäude und Turnhalle entstanden ist. Dort wird ein mehrgeschossiger Anbau enstehen.
Vorsicht Baustelle ! Auf dem Pausenhof der Grundschule am Bullerdiek gibt es zurzeit keinen Platz zum Spielen. Inwieweit das Gelände bis zum Schuljahresbeginn nächste Woche wiederhergestellt werden kann, ist offen. Im Hintergrund zu sehen ist die Lücke, die durch den Abriss des Toilettentraktes zwischen Schulgebäude und Turnhalle entstanden ist. Dort wird ein mehrgeschossiger Anbau enstehen. Foto: Frank Klausmeyer

Dort, wo bis vor Kurzem der Toilettentrakt zwischen Schulgebäude und Turnhalle stand, klafft jetzt ein großes Loch. Der Bauschutt ist noch nicht gänzlich abgeräumt. Erdhaufen türmen sich an verschiedenen Stellen. Und mitten auf dem Hof tun sich offene Gräben auf. Während der Sommerferien hat nicht nur die Erweiterung der Grundschule begonnen, gleichzeitig wird das Nahwärmenetz im Schulzentrum komplett modernisiert. Eigentlich sollten die Tiefbauarbeiten mit dem ersten Gong zum neuen Schuljahr weitgehend abgeschlossen sein. Danach sieht es jedoch nicht aus.

Denn es gab ein Problem: Beim Erdaushub wurde eine Abwasserleitung beschädigt, die nun auch noch saniert werden muss. „Wenn man den Boden aufreißt, werden manchmal Dinge zu Tage gefördert, die man nicht gerne hat“, sagt Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer . Das beschädigte Abwasserrohr habe in Zement gelegen und sei nicht eingeklemmt gewesen, wie Fachleute sagten.

Dass ein Teil des Schulhofes für die Erweiterung und Modernisierung der Grundschule gesperrt wird, war geplant. „Wir wollen deshalb das Spielgelände vom Freibad mitnutzen“, erläutert Große-Heitmeyer. Wenn – so der augenscheinliche Stand der Dinge – der Schulhof möglicherweise gar nicht oder nur ein einem Kleinstbereich zur Verfügung stehen sollte, müssen Schule und Gemeinde sich wohl oder übel nach einer Alternative umsehen. Die weit über 300 Kinder tagelang (oder länger) in den Klassenzimmern ausharren lassen, sei sicher keine Lösung, meint Große-Heitmeyer. Das für die Sanierung des Nahwärmenetzes verantwortliche Ingenieurbüro habe angekündigt, bis Mitte kommender Woche einige der Gräben wieder zu verfüllen.

Am Donnerstagmorgen treffen sich Bauleitung, die Gemeinde und Schulleiterin Anne Frickenstein zu einer ohnehin geplanten Besprechung. Der Schulhof wird sicher Thema sein. „Wenn alle Fakten auf dem Tisch sind, werden wir sehen, was zu tun ist“, sagt Frickenstein.

Eine weitere, als solche auch schon vorgesehene Ausweichmöglichkeit sei sicher der Sandspielplatz auf der Westseite des Schulgebäudes. Zerknirscht ist Anne Frickenstein ob der Situation aber nicht. „Bei einer so große Baustelle ist Flexibilität von allen Beteiligten gefordert.“

Während die Grundschule am Bullerdiek das Schlimmste wohl noch vor sich hat, steht die Erweiterung des benachbarten Offenen Ganztags vor der Vollendung. Fraglich erscheint aber auch hier, ob der Anbau fürs „Haus der Wespe“ – wie erhofft – ab kommender Woche genutzt werden kann. Für das Erdgeschoss könne das gelingen, meint die Bürgermeisterin. Weil das Treppenhaus noch nicht gestrichen sei und ein Handlauf fehle, habe sich die endgültige Fertigstellung etwas verzögert.

Positiv: Die Toiletten im Betreuungsgebäude könnten genutzt werden, berichtet die Verwaltungschefin. Im Grunde stehe jetzt nur noch der Außenanstrich des Erweiterungsbaus und die Wiederherstellung der Grünanlagen auf dem Programm.

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