Fünf Jahre DRK-Seniorencafé in Westerkappeln
Kontaktpflege mit Frankfurter Kranz

Westerkappeln -

Schon im Schankraum des VHS-Hauses duftet es nach Kaffee. Der passende Kuchen steht im Saal nebenan auf den Tischen. Heute gibt es zur Feier des Tages Frankfurter Kranz. Und zwar dieses Mal umsonst. Denn das Seniorencafé des Deutschen Roten Kreuzes in Westerkappeln feiert das fünfjährige Bestehen.

Montag, 26.08.2019, 05:00 Uhr
Auf diese Crew kann Dietmar Jordan (Mitte) seit Jahren bauen (von links: Gisela Kuhlmann, Petra Wienkämper, Dietmar Jordan, Josef Gosejohann und Helga Lagemann – es fehlt Gisela Hüntemeier. Durchschnittlich 25 Gäste nehmen beim vierwöchentlichen DRK-Seniorencafé teil. Zum Geburtstagstreffen hatte Vorsitzender Dietmar Jordan (stehend) auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und ihren Vorgänger Ullrich Hockenbrink (Bild rechts, im roten Polo-Shirt) eingeladen.
Auf diese Crew kann Dietmar Jordan (Mitte) seit Jahren bauen (von links: Gisela Kuhlmann, Petra Wienkämper, Dietmar Jordan, Josef Gosejohann und Helga Lagemann – es fehlt Gisela Hüntemeier. Durchschnittlich 25 Gäste nehmen beim vierwöchentlichen DRK-Seniorencafé teil. Zum Geburtstagstreffen am vergangenen Freitag hatte Vorsitzender Dietmar Jordan (stehend) auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und ihren Vorgänger Ullrich Hockenbrink (Bild rechts, im roten Polo-Shirt) eingeladen. Foto: Frank Klausmeyer

Eigentlich sei das keine große Sache, räumt DRK-Vorsitzender Dietmar Jordan ein. „Aber in unserer schnelllebigen Zeit ist das doch eine ganze Menge“, findet er. – Man soll die Feste eben feiern, wie sie fallen.

Vor vielen, vielen Jahren gab es beim Roten Kreuz so einen Kaffeeklatsch schon einmal. Irgendwann schlief das ein, auch wegen konkurrierender Angebote. „Wir wollten auch den Kirchen nicht dazwischenfunken“, erinnert sich Jonas.

Andererseits: „Viele Leute sind gar nicht in der Kirche.“ Einen entsprechenden Hinweis des Kreisverbandes nahm Jordan seinerzeit dankbar auf und kümmerte sich um eine Wiederbelebung.

Doch wohin ? Das alte wie das neue DRK-Heim sind ob ihrer Treppen keine gute Adresse für alte Leute. Der damalige Bürgermeister Ullrich Hockenbrink habe den Weg für die Nutzung des VHS-Hauses geebnet. Schließlich gehört das der Gemeinde. Heute, fünf Jahre später, bedankt sich das DRK noch einmal mit einer Einladung zum Jubiläums-Café, der Hockenbrink gerne gefolgt ist, genauso wie die jetzige Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. „Ich finde es sehr schön, dass es solche Angebote für menschliche Kontakte gibt, gerade für die ältere Generation“, sagt sie.

Durchschnittlich 25 Gäste sitzen beim DRK-Seniorencafé an den Tischen. Zum Geburtstagstreffen am vergangenen Freitag hatte Vorsitzender Dietmar Jordan (stehend) auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und ihren Vorgänger Ullrich Hockenbrink (Bild rechts, im roten Polo-Shirt) eingeladen.

Durchschnittlich 25 Gäste sitzen beim DRK-Seniorencafé an den Tischen. Zum Geburtstagstreffen am vergangenen Freitag hatte Vorsitzender Dietmar Jordan (stehend) auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und ihren Vorgänger Ullrich Hockenbrink (Bild rechts, im roten Polo-Shirt) eingeladen. Foto: Frank Klausmeyer

Alle vier Wochen findet das DRK-Seniorencafé statt; immer von 15 bis 17 Uhr und immer für den Spottpreis von nur drei Euro. „Heute kassieren wir nichts“, verkündet Jordan. Zum Geburtstag habe die Bäckerei Remke, die stets die Torten liefert, „einen gewaltigen Preisnachlass“ gewährt, freut sich Dietmar Jordan.

Anfangs waren noch weniger Gäste da, so dass der Schankraum für die Bewirtung reichte. Mittlerweile nehmen durchschnittlich 25 Frauen und Männer Platz, weshalb der größere Saal genutzt wird. Selbst dort wird es bisweilen eng. „Bei der letzten Weihnachtsfeier hatten wir 44 Leute da“, erzählt der DRK-Vorsitzende.

Als Alternative zum VHS-Haus könnte er sich das Feuerwehrgerätehaus vorstellen. Wenn die Feuerwehr an die Mettinger Straße ziehe, könne das DRK ja vielleicht den Neubau des Altbaus beziehen, lautet sein Geburtstagswunsch an die Bürgermeisterin, die sich durchaus offen für solche Überlegungen zeigt. Allerdings liegt der jetzige Kameradschaftsraum der Feuerwehr auch im ersten Stock. Jordan denkt deshalb laut über einen Außenfahrstuhl nach. Aus den Einnahmen der 605 Fördermitglieder des Ortsvereins ist das kaum zu finanzieren. „Wir haben auch keine Erbschaft gemacht oder sonst einen, der uns so viel Geld schenkt“, gibt der Vorsitzende zu bedenken. Mit Unterstützung des Kreisverbandes sei es aber vielleicht möglich, an Fördermittel zu kommen.

  Foto: Frank Klausmeyer

Im Feuerwehrhaus an der Bullerteichstraße könnten die gut 20 Aktiven des Ortsvereins auch ihre Fahrzeuge stationieren und die Ausrüstung lagern. „Heute ist das alles über mehrere Standorte verstreut“, berichtet Jordan.

Doch das ist Zukunftsmusik. Jetzt stehen Kaffee, Frankfurter Kranz und nette Gespräche auf dem Programm. Zum guten Gelingen des Seniorencafés trägt seit Jahren ein Helferinnen-Quartett – bestehend aus Gisela Henkemeier, Gisela Kuhlmann, Helga Lagemann, Petra Wienkämper und Josefa Gosejohann bei. Eine weitere Dame könnte Jordan für die Crew noch gut gebrauchen. Denn immer mal seien eine oder zwei Helferinnen verhindert. Und zu dritt bei über 30 Leuten hat das Team dann doch mehr als genug zu tun.

Manchmal gibt es auch Vorträge beim Seniorencafé; mal von der Polizei, mal von einem Rechtsanwalt oder vom Verbraucherschutz. Die Politik soll bei den Treffen aber lieber draußen bleiben. Obwohl: Den NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann aus Riesenbeck würde Jordan dann doch mal gerne zum Kaffee einladen...

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