Streitschlichter an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln
Baustein des sozialen Lernens

Lotte/Westerkappeln -

Die Ausbildung zum Streitschlichter ist seit Jahren ein wichtiger Baustein des sozialen Lernens an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln.

Dienstag, 03.09.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 16:36 Uhr
Ausgebildete Streitschlichter: Luca René Hofer, Ida Stohl, Sarah Gröger, Evelyn Tade, Ana Lisa Uusitalo, Loveneet Bal und Kimberly Pohle (hinten von links) sowie Henriette Windoffer, Celine Lana, Liana Unser, Max Kellner und Referentin Gabi Mersch (vorne von links).
Ausgebildete Streitschlichter: Luca René Hofer, Ida Stohl, Sarah Gröger, Evelyn Tade, Ana Lisa Uusitalo, Loveneet Bal und Kimberly Pohle (hinten von links) sowie Henriette Windoffer, Celine Lana, Liana Unser, Max Kellner und Referentin Gabi Mersch (vorne von links). Foto: GeLoWe

„Als Streitschlichter beim fairen Lösen von Konflikten in der Schule zu helfen und den neuen 5. Klassen im nächsten Schuljahr als Klassenpaten zur Seite zu stehen“, das ist die Motivation und das Ziel von 14 Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln, die erfolgreich unter der Leitung der Mediatorin Gabi Mersch an einer zweitägigen Ausbildung zum Streitschlichter teilnahmen.

Diese Ausbildung ist laut Pressemitteilung seit Jahren ein wichtiger Baustein des sozialen Lernens an der Gesamtschule.

Zu Beginn des ersten Tages trainierten die Schüler ihre Fähigkeiten, zu beobachten und zuzuhören. Danach ging es um Gefühle und um Techniken, wütenden, verängstigten oder traurigen Mitschülern einfühlsam zu begegnen. Erprobt wurden praktische Möglichkeiten, ihnen zu helfen, sich selbst zu beruhigen.

Hinter jedem Konflikt, so lernten die Schüler laut Mitteilung, stecken unerfüllte Bedürfnisse. Das können Existenzbedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse oder auch das Bedürfnis nach Anerkennung oder Selbstverwirklichung sein. Das Erkennen und Benennen, was der oder die Einzelne gerade braucht, zu bitten statt zu fordern sowie klare Stopp-Signale zu setzen, wurde im Rollenspiel trainiert.

Die Grundlagen und Techniken, die den Schülern an die Hand gegeben wurden, stammen aus dem zur friedlichen Konfliktlösung angewendeten Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg. Mit einem interessanten Austausch über Sichtweisen und Werte der einzelnen Schüler schloss der erste Tag.

Am zweiten Tag thematisierte Gabi Mersch zunächst, dass hinter dem sichtbaren Konflikt oft mehr steckt und dieser nur „die Spitze des Eisbergs“ ist. In der Folge diskutierten die Teilnehmer über die Eskalation von Konflikten. Dabei gelangten sie zu der Erkenntnis, dass Streit in der Schule auch deshalb öfter eskaliert, weil sich Mitschüler in einen Streit zwischen zwei Schülern einmischen und dass sich kleine Themen auch in den sozialen Medien hochschaukeln.

Im Anschluss übten die Jugendlichen die fünf Phasen einer Streitschlichtung. Anhand von Fallbeispielen galt es, zwei und auch mehr Streitparteien bei der fairen Lösung von Konflikten zu unterstützen.

Den Schülern bereitete der Workshop sehr viel Spaß. Sehr erfreulich war, mit wie viel Motivation und Selbstdisziplin die Schüler im Workshop mitarbeiteten. Jeder brachte seine Persönlichkeit ein. Somit steht der Gesamtschule, ein starkes Streitschlichter- und Klassenpatenteam für dieses Schuljahr zur Verfügung.

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