Antrag an den Gemeinderat
Westerkappelner SPD will Fahrradfahrer besser schützen

Westerkappeln -

Die SPD in Westerkappeln will Radfahrer jetzt besser schützen. Das gilt insbesondere für die Bereiche „Am Dölhof“ und an der „Osnabrücker Straße“. Dort müsse es klare Regeln geben, fordern die Sozialdemokraten, die nach eigenen Angaben dazu einen Antrag an den Rat gestellt haben.

Donnerstag, 12.09.2019, 05:00 Uhr
Die SPD möchte den Verkehrsteilnehmern klare Regeln an die Hand geben; der jeweilige Verkehrsraum solle klar und eindeutig gekennzeichnet werden.
Die SPD möchte den Verkehrsteilnehmern klare Regeln an die Hand geben; der jeweilige Verkehrsraum solle klar und eindeutig gekennzeichnet werden. Foto: dpa

Es sei eigentlich erfreulich, dass infolge der Klimadiskussion und diverser Aktionen für mehr Bewegung gesorgt werde und der Radverkehr stetig zunehme, schreibt die SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung. Doch Fahrradfahrer und Fußgänger lebten bisweilen gefährlich. So sei die Zahl der 2018 in Deutschland im Straßenverkehr tödlich verunglückten Fahrradfahrer zum Vorjahr deutlich um 63 auf 445 Opfer (16,5 Prozent) gestiegen, darunter 21 Kinder. Insgesamt passierten nach Angaben der SPD 2018 sogar 96 337 Verkehrsunfälle mit Radfahrern auf deutschen Straßen.

„In Anbetracht dieser Zahlen und mit Blick auf die Radfahrer und Fußgänger bei uns in der Gemeinde Westerkappeln müssen allen Verkehrsteilnehmern klare Regeln an die Hand gegeben werden“, wird Winfried Raddatz , SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Bau- und Tiefbauausschusses, in der Mitteilung zitiert. Deshalb habe die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Westerkappeln jetzt einen Antrag für Verbesserungsmaßnahmen insbesondere an den Straßen „Am Dölhof“ und an der „Osnabrücker Straße“ gestellt.

Den zunehmenden Radverkehr sehe man nicht nur im Straßenverkehr, sondern bedauerlicherweise auch an den Unfallzahlen mit Beteiligung von Fahrrad- und Pedelecfahrern, die kontinuierlich stiegen, wie Raddatz sagt. Dadurch komme es gewissermaßen zu einem „Kampf um Gehwege und Straßen“.

Nachdem sich Raddatz und SPD-Ratsmitglied Andreas Weiss laut Mitteilung die Straßen in Westerkappeln per Fahrrad genau angeschaut haben, stellt Weiss fest: „Auf den Straßen Am Dölhof und Osnabrücker Straße als Hauptdurchgangsstraßen müssen die Radfahrer besonders geschützt werden.“

Aus diesem Grund habe die SPD-Fraktion jetzt beantragt, dass die Verwaltung in Absprache mit den Beteiligten entsprechende Maßnahmen treffen soll, die für die Nutzer der Rad-und Gehwege sowie der Straßen mehr Sicherheit bringen. Raddatz: „Dafür ist es erforderlich, dass den einzelnen Verkehrsteilnehmern klare Regeln an die Hand gegeben werden und der jeweilige Verkehrsraum klar und eindeutig gekennzeichnet wird.“

Das sei an vielen Stellen bislang nicht der Fall, wenn zum Beispiel plötzlich die Pflasterfarbe eines geteilten Fußgänger- und Radwegs von rot auf grau wechsele, ein erklärendes Schild aber nicht vorhanden sei, wie am Kreisel der „Mettinger Straße“/„Heerstraße“ und „Am Dölhof“.

Ein weiteres Beispiel sei die Querungssituation der Lindenstraße. Weiss: „Dort fehlt ein Hinweis, wie es für die Radfahrer weitergehen könnte. Die Fortführung des Radwegs oder dessen Ende ist nicht ausgeschildert.“

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club fordere beim Ausbau der Radinfrastruktur ein besonderes Augenmerk auf Kreuzungen und Einmündungen zu legen. Raddatz: „Da sehen wir in Westerkappeln auch einige Stellen, die einer klaren Regelung bedürfen.“

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