Wettbewerb der Telekom
Gemeinde Westerkappeln will mit auf Jagd nach Funklöchern gehen

Westerkappeln -

Die Gemeinde Westerkappeln will die Aufforderung der Telekom zum Tanz annehmen und sich an der Jagd auf Funklöcher beteiligen. Das zumindest schlägt die Verwaltung vor. In der nächsten Woche wird der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss darüber beraten.

Freitag, 13.09.2019, 06:00 Uhr
Ein Funkmast mit Modulen für die neue Mobilfunk-Generation 5G. Davon kann die Gemeinde im Moment nur träumen. In Westerkappeln ist nicht einmal eine flächendeckende 3G-Versorgung durch die Telekom gewährleistet. LTE ist nach Angaben der Verwaltung überhaupt nicht verfügbar.
Ein Funkmast mit Modulen für die neue Mobilfunk-Generation 5G. Davon kann die Gemeinde im Moment nur träumen. In Westerkappeln ist nicht einmal eine flächendeckende 3G-Versorgung durch die Telekom gewährleistet. LTE ist nach Angaben der Verwaltung überhaupt nicht verfügbar. Foto: dpa

Die Telekom hat Ende August – wie ausführlich berichtet – den Wettbewerb „Wir jagen Funklöcher“ ( https://www.te-lekom.com/wirjagenfunkloecher ) ausgerufen. Mit dieser nach Konzernangaben „neuen Herangehensweise“ möchte die Telekom in 50 Kommunen „echte LTE-Funklöcher“ beseitigen und ein modernes LTE-fähiges Netz aufbauen. Im Wettbewerb müssen sich die interessierten Kommunen mit mindestens einem Vorschlag für einen geeigneten Mobilfunkstandort (Gebäude, Grundstück) bewerben und zusichern, den Genehmigungsprozess „fördernd zu begleiten“.

Im Falle, dass zusätzlicher Glasfaser-Ausbau für den Anschluss des Mobilfunkstandorts nötig wäre, müsse sich die Gemeinde bereiterklären, die aus Sicht der Telekom effektivste Ausbaumethode zu genehmigen, schreibt die Gemeindeverwaltung zu dem Thema.

In der gesamten Gemeinde gebe es bislang nur zwei Funkmaststandorte. Westerkappeln liege, wie sich in Gesprächen mit der Telekom gezeigt habe, im äußersten Randgebiet eines Zuständigkeits- und Planungsbereiches der Telekom, das überwiegend in Niedersachsen liege. Entsprechend sei Westerkappeln beim Mobilfunk-Ausbau bisher „zu kurz ge-kommen“, wie es in einer Vorlage zur Sitzung des Hauptausschusses heißt.

Im gesamten Gemeindegebiet gebe es 3-G-Funklöcher, LTE sei gar nicht verfügbar. Selbst auf exponierten Anhöhen im Außenbereich wie auf dem Schafberg lasse sich oft kein Netz aufbauen. Besonders betroffen seien auch Seeste Teile von Velpe.

Die Standortbedingungen der Telekom geben unter anderem vor, dass die Standorte Stromanaschluss haben müssen, mittig im zu versorgenden Gebiet oder mindestens in bebautem Gebiet liegen sowie keine naturschutzfachliche Genehmigung benötigen.

Nach Angaben der Verwaltung muss noch geprüft werden, welche entsprechend geeigneten Standorte bestehen. Für die Teilnahme an der Funklochjagd verlangt die Telekom einen entsprechenden Ratsbeschluss, der in beglaubigter Kopie bis zum 30. November bei dem Unternehmen einzureichen ist.

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