Altes Gasthaus Schröer
„Haus ist für jeden ein Begriff“

Westerkappeln -

Das Haus kennt jeder – die Geschichte wahrscheinlich nicht. Jetzt wird wieder ein Stück Geschichte des alten Gasthauses freigelegt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Samstag, 21.09.2019, 08:00 Uhr
Die Steine der Grundmauern des Alten Gasthauses Schröer werden aktuell freigelegt. Sorgfältig werden die freigelegten Risse mit einer Zementmischung wieder aufgefüllt.
Die Steine der Grundmauern des Alten Gasthauses Schröer werden aktuell freigelegt. Sorgfältig werden die freigelegten Risse später mit einer Zementmischung wieder aufgefüllt. Foto: Erhard Kurlemann

„Für jeden in Westerkappeln ist dieses Haus ein Begriff“, sagt Thorsten Lorenz . Ihm gehört das Alte Gasthaus Schröer . Zurzeit werden dort die Steine der Grundmauern freigelegt, damit „Das Haus auch weiterhin ein Schmuckstück für die Augen bleibt.“

die Arbeiten, die kurz nach der Westerkappelner Kirmes begonnen haben, sind voraussichtlich Mitte Oktober abgeschlossen.

Er habe persönlich „viel Freude daran, alte Fachwerkhäuser zu bewahren und für die Zukunft zu erhalten“. Als weitere Beispiel nennt er die Häuser an der Kreuzstraße 1 oder der Bahnhofstraße 8.

„Das Know How ist vorhanden, aber Gewinn kann man mit so einem Engagement nicht machen,“ erläutert der Kaufmann, der eine Unternehmensgruppe führt.

Das Alte Gasthaus Schröer ist 1779 erbaut worden. Seit 1920 ist eine

Die Risse werden zugemacht.

Die Risse werden zugemacht. Foto: Erhard Kurlemann

Schänke mit Beherbergung. Bis in die Mitte der 1990er Jahre wurde es von Helga Schröer geführt. Später hat es dann die Familie Borgwardt übernommen, ehe Thorsten Lorenz es in den Jahren 2012 und 2013 kernsaniert und modernisiert hat.

„Es gibt kaum noch Gasthäuser“,, beklagt Lorenz. Er halte „diese letzte kleine Insel“ für einen wichtigen Treffpunkt in einem Dorf oder Ortskern.

Das alte Gasthaus habe „viel Geschichte“ mitgemacht. Derartige Fachwerkhäuser etwa gleichen Alters gebe es in Westerkappeln und Umgebung kaum noch. Auch deshalb müsse so ein Haus für die Nachwelt erhalten werden, ist Lorenz überzeugt.

Die Grundsteine sind zum Teil verdeckt gewesen. Diese „Bausünden der Vergangenheit“ wolle er jetzt beseitigen. Er gehe davon aus, dass die Sandsteine diejenigen sind, die damals beim Bau des Hauses eingesetzt worden sind.

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