Interessentin macht Rückzieher
Integratives Café ist vom Tisch

Westerkappeln -

Die Idee für ein Integratives Café im Westerkappelner Ortskern hat sich zerschlagen. Die potenzielle Bewerberin ist wieder abgesprungen. Das bestätigt Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer auf WN-Nachfrage.

Mittwoch, 02.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 14:02 Uhr
Kaffee und Kuchen im Ortskern genießen – das bleibt in Westerkappeln weiter erst einmal ein Wunschtraum. Die Idee für in integratives Café hat sich zerschlagen.
Kaffee und Kuchen im Ortskern genießen – das bleibt in Westerkappeln weiter erst einmal ein Wunschtraum. Die Idee für in integratives Café hat sich zerschlagen. Foto: Colourbox

„Das ist sehr, sehr schade“, kommentiert die Verwaltungschefin die Entwicklung. Dabei schien vor knapp drei Monaten alles schon in trockenen Tüchern zu sein. Das – jetzt leer stehende – ehemalige Schuhhaus Brink (Moldenhauer) an der Kreuzstraße sollte entsprechend eingerichtet werden. Der Rat hatte kurz vor den Sommerferien eine finanzielle Starthilfe für das Vorhaben bewilligt. Die Betreiberin sollte für die Existenzgründung im Sinne kommunaler Wirtschaftsförderung einen kleinen fünfstelligen Festbetrag erhalten. Auch der Kreis Steinfurt stellte ob des integrativen Konzeptes eine „starke Unterstützung“ in Aussicht, wie Große-Heitmeyer seinerzeit berichtet hatte.

Doch nun habe die Interessentin einen Rückzieher gemacht, „weil es sich nicht rechnet“, erläutert die Bürgermeisterin.

In den vergangenen Wochen tat sich noch eine Alternative auf. Zwei andere Frauen hätten vorgehabt, im ehemaligen Fahrradladen Stening ein Café zu eröffnen. Doch auch diese hätten von dem Vorhaben leider wieder Abstand genommen, weil der Businessplan nicht aufgehe.

Und nun ? Hoffnung setzt die Gemeinde in die evangelische Kirchengemeinde, die angekündigt hat, im Ortskern einen Bioladen eröffnen zu wollen. Die Projektidee hatten die Westerkappelner Pfarrer vor zwei Wochen am „Tag der Schöpfung“ präsentiert. Ein angeschlossenes Café ziehen sie in Erwägung. Wann und wo genau der Bioladen eröffnen werden soll, stehe aber noch nicht fest, sagt Wirtschaftsförderin Anke Biehl. „Plan B“ könnte nach ihren Worten ein genossenschaftliches Café sein, vielleicht auch eine Kombination aus beiden. Mehr als ein Gedanke ist dies aber noch nicht.

Vielleicht, so hofft Anke Biehl, könne auch der Verein „Das Kappelner Band“ einbezogen werden. Dieser hatte vor einigen Monaten die Initiative ergriffen und bei der Gemeinde um Unterstützung für ein ehrenamtlich geführtes Café im Ortskern gebeten. Nachdem die Pläne für ein integratives Café bekannt geworden waren, verfolgte „Das „Kappelner Band“ das Vorhaben jedoch nicht weiter.

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