Mehr Polizeipräsenz in Westerkappeln
„Bürger müssen sich sicher fühlen können“

Westerkappeln -

Im Westerkappelner Ortskern ist es hinsichtlich von Ruhestörungen und Straftaten ruhiger geworden. Das sagt jedenfalls Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. Mehr Polizeipräsenz habe dazu beigetragen. Und das müsse auch so bleiben.

Freitag, 04.10.2019, 17:00 Uhr
 
  Foto: Jens Keblat

Die schwere Brandstiftung im damaligen Orientladen am Kreuzplatz und der versuchte Mord an Ostern vergangenen Jahres haben bei nicht wenigen Bürgern für ein mulmiges Gefühl gesorgt, wenn sie zu vorgerückter Stunde durch den Ortskern schlendern. Wiederholte Schmierereien an Hausfassaden oder nächtliche Partys auf dem Kirchplatz machen es nicht besser. Nach Erkenntnissen der Polizei hat sich die Lage aber mittlerweile beruhigt. Das sagt jedenfalls Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer .

Hintergrund ist ein unlängst im Rat als „Brandbrief“ bezeichnetes Schreiben des Vereins „Das Kappelner Band“, das vor einiger Zeit an die Verwaltungschefin und Landrat Dr. Klaus Effing als oberstem Dienstherrn der Polizei im Kreis Steinfurt geschickt wurde. Darin hatte der Verein nach Darstellung der Bürgermeisterin auf eine negative Entwicklung des Ortskerns durch die diversen Straftaten hingewiesen und ein gestörtes Sicherheitsgefühl der Bürger beklagt.

Große-Heitmeyer bat daraufhin den Landrat, den Leiter der für Westerkappeln zuständigen Polizeiwache in Ibbenbüren, den Bezirksdienstbeamten Uwe Rissling sowie Vertreter des Kreisjugendamtes, des Sozialamtes und vom „Kappelner Band“ zum Gespräch. „Wir haben überlegt, wann man alles tun kann“, berichtet die Bürgermeisterin.

Eine Videoüberwachung im Ortskern sei aufgrund datenrechtlicher Bestimmungen schwierig. Die Polizei habe daraufhin zugesagt, ihre Präsenz zu erhöhen. Dies geschieht offenbar in der Form, dass häufiger Streifenwagen im Ort unterwegs sind.

Nach der Westerkappelner Herbstkirmes habe sie die Lage noch einmal mit Uwe Rissling und seinem Vertreter Martin Schulte, Bezirksdienstbeamter in Wersen, erörtert, sagt Große-Heitmeyer. „Es ist mehr Ruhe eingekehrt“, fasst die Verwaltungschefin das Ergebnis zusammen. Dies könne aber nicht bedeuten, dass die Polizeipräsenz wieder zurückgefahren werde. Darauf werde sie auch beim Landrat drängen, erklärt Große-Heitmeyer. „Uns allen ist wichtig, dass sich die Bürger sicher fühlen können.“

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