Freier Internetzugang im Westerkappelner Ortskern
Neuer Anlauf für ein offenes WLAN

Westerkappeln -

Ein offenes WLAN ist in vielen Städten und Gemeinden heute Standard – von Kaufhäusern und Gaststätten ganz zu schweigen. Westerkappeln ist seit Jahren an dem Thema dran, passiert ist allerdings nichts. Nun soll´s aber etwas werden.

Montag, 07.10.2019, 19:00 Uhr
Über ein offenes WLAN für den Ortskern wird in Westerkappeln schon seit mehr als vier Jahren geredet. Passiert ist bislang nichts.
Über ein offenes WLAN für den Ortskern wird in Westerkappeln schon seit mehr als vier Jahren geredet. Passiert ist bislang nichts. Foto: Frank Klausmeyer

Bereits vor über vier Jahren hatte die SPD-Ratsfraktion den Antrag gestellt zu prüfen, wie ein kommunales WLAN aufgebaut, betrieben und betreut werden kann, um Bürgern und Besuchern im Ortsgebiet einen freien und kostenlosen Internetzugang zu ermöglichen. Damals wurde die Initiative Freifunk, eine nichtkommerzielle Interessengemeinschaft, als möglicher Partner genannt. Freifunk widmet sich dem Aufbau und Betrieb eines freien Funknetzes, das aus privaten lokalen Computernetzwerken besteht.

Angedacht war auch eine Zusammenarbeit mit der damaligen Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHGW). Die zeigte jedoch kein Interesse. Die Gemeinde wollte wegen der Störerhaftung für nicht auszuschließende illegale Aktivitäten keine Regie übernehmen. „Die Störerhaftung ist aber abgeschafft worden“, sagt Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer . Trotzdem blieb ein offenes WLAN für Westerkappeln lange Wunschdenken.

Jetzt wird wieder ein Anlauf unternommen. In den Ratsgremien haben die Politiker über drei Varianten diskutiert. Eine davon würde das offene WLAN nur auf den Kirchplatz beschränken. Alternative 2 sähe auch WLAN in der Kreuzstraße vor. Schließlich gibt es die Variante, die den gesamten Ortskern umfasst. Der Haupt-, Finanz und Wirtschaftsausschuss habe sich mit knapper Mehrheit für diese große Lösung ausgesprochen, bestätigt die Bürgermeisterin.

Um das WLAN-Netz aufzubauen, käme grundsätzlich wieder die Initiative Freifunk für eine Zusammenarbeit in Frage. „Es muss aber Leute geben, die bereit sind, einen Router bei sich aufzustellen“, gibt Große-Heitmeyer zu bedenken. Angesichts der Eigentümerstrukturen im Ortskern werde das schwierig.

Die Gemeinde hat nun nach Angaben der Verwaltungschefin ein Unternehmen gefunden, das ein Angebot für den Aufbau und Betrieb eines freien Funknetzes abgeben soll. Auch die Stadtwerke Tecklenburger Land kämen vielleicht als Partner in Frage. Geprüft werden müssten zudem mögliche Standorte für die WLAN-Router. Der Investitionsaufwand ist eher gering. Die Gemeinde rechne mit Kosten in Höhe von 12 000 Euro, sagt Große-Heitmeyer.

In Lotte sei das Offene WLAN am Haus Hehwerth schon wieder abgestellt worden, berichtet die Bürgermeisterin weiter. Dort habe es Beschwerden von Anwohnern gegeben, weil es ständig Menschenansammlungen gegeben habe.

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