Westerkappelner Kinderkultursaison ist gestartet
Märchenhafter Nachmittag

Westerkapepln -

Mit einer Geschichte aus Tausend und einer Nacht ist am Mittwoch die Kinderkultursaison (Kiku) des Schuljahres 2019/2020 gestartet. Für den Auftakt hatte das Team auf einen Mann gesetzt, dem es binnen weniger Minuten gelingt, mehr als 150 kleine Zuschauer in sein Spiel einzubinden.

Donnerstag, 10.10.2019, 14:34 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 14:26 Uhr
In die Welt von Tausend und einer Nacht tauchte Figurenspieler und Schauspieler Ralf Kiekhöfer vom Theater Töfte gemeinsam mit den kleinen Kiku-Zuschauern auf der Bühne und im Zuschauerraum ein.
In die Welt von Tausend und einer Nacht tauchte Figurenspieler und Schauspieler Ralf Kiekhöfer vom Theater Töfte gemeinsam mit den kleinen Kiku-Zuschauern auf der Bühne und im Zuschauerraum ein. Foto: Dietlind Ellerich

Als der kleine Affe Charlie nicht schlafen will, muss eine gute Gute-Nacht-Geschichte her. Da Märchen wie Hänsel und Gretel oder Rotkäppchen zu gruselig sind, zaubert das Theater Töfte „Das Kamel aus dem Fingerhut“.

Ralf Kiekhöfer als Kowalski kann das. Keine Berührungsängste hat der Figurenspieler, Schauspieler und Musiker aus Halle und immer ein gutes Händchen in der Auswahl der Mädchen und Jungen, die ihn auf der Bühne unterstützen. Egal ob sie als Sonnen oder Wächter im Einsatz sind, Kowalski alias Kiekhöfer hat sie im Griff.

Auf der Suche nach dem in der roten Höhle gefangenen Kamel pfeifen die Kleinen auf Wasserpfeifen, sind auf fliegenden Teppichen unterwegs oder lassen die Bäuche kreisen. So gelingt es ihnen mit Tempo und Musik die stummen Wächter vor der roten Höhle zu erlösen und das Kamel zu befreien.

Vor der farbenprächtigen Theaterkulisse tauchen die kleinen und großen Besucher in der Aula des Schulzentrums in die geheimnisvolle Märchenwelt aus Tausend und einer Nacht ein.

Das Kiku-Team ist zufrieden mit dem Auftakt. Mehr als 140 Abo-Karten für insgesamt sechs Theaterstücke sind verkauft worden. Hinzu kamen am Mittwoch eine Reihe von Besuchern, die ein Einzelticket lösten. Dankbar ist das Team, dass es die Preise der Vorjahre halten konnte. Es macht aber darauf aufmerksam, dass sozialschwache Familien Kiku über die Münsterland-Karte abrechnen können.

„Es war eine gute Entscheidung“, stellt Astrid Pflüger-Ott mit Blick auf die Abo-Karte fest, die seit dieser Saison den Block der Vorjahre ersetzt. „Früher hatten wir Berge von Papier, heute nur noch einen kleinen Stapel“, setzt das Team auf Natur- und Umweltschutz.

Der Zuschauerraum ist pflegeleichter geworden. So ist das Kiku-Team heilfroh, dass es keine schweren Bänke mehr schleppen muss. Gefördert vom Projekt „Huckepack“ kaufte das Team Schaumstoffkissen und Teppiche, auf denen die Kids in den ersten Reihen sitzen. Um die Kissen optisch aufzupeppen, haben sich Astrid Pflüger-Ott, Nancy Diekmann und Peter Michel an einem Abend zusammengesetzt und bunte Hüllen genäht. „Kissen und Teppiche werden unter der Bühne gelagert“, freut sich das Team über kurze Wege.

Das Kiku-Team ist nicht nur vor, während und nach den Aufführungen im Zuschauerraum und hinter den Kulissen im Einsatz. Wespe und Kiku präsentierten sich gemeinsam mit dem evangelischen Familienzentrum auf dem Kürbis- und Bauernmarkt im leeren Ladenlokal am Hasenbrunnen. Aktionen wie Filzen und Sockenpuppen-Basteln seien sehr gut angekommen, hat Astrid Pflüger-Ott beobachtet. Gern gegessen wurde auch die von Marianne Gohrbandt gekochte Kürbissuppe. Der Erlös aus dem Verkauf komme Kiku zugute, betont die Wespe-Mitarbeiterin.

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