Baugrundstücke in Westerkappeln
CDU fordert Änderung der Vergabekriterien

Westerkappeln -

Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Rates wird sich in seiner Sitzung am heutigen Donnerstagabend (Beginn 18 Uhr) mit den Bedingungen für die Vergabe von Baugrundstücken in der Gemeinde beschäftigen – hinter verschlossenen Türen. Nach Meinung von Wolfgang Jonas, Vorsitzender der CDU-Fraktion, gehört das Thema aber in die Öffentlichkeit. Die Christdemokraten fordern eine Änderung der Kriterien.

Donnerstag, 31.10.2019, 12:00 Uhr
Blick ins Baugebiet am Gartenmoorweg. Die CDU beantragt für die Vergabe von Grundstücken eine Änderung der Kriterien, um mehr jungen Familien das bauen zu ermöglichen.
Blick ins Baugebiet am Gartenmoorweg. Die CDU beantragt für die Vergabe von Grundstücken eine Änderung der Kriterien, um mehr jungen Familien das bauen zu ermöglichen. Foto: Frank Klausmeyer

Dazu haben sie einen entsprechenden Antrag formuliert, über den heute Abend beraten werden soll. „Wir sind der Meinung, dass die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse an den Kriterien haben darf, nach denen Grundstücke vergeben werden“, erklärt Jonas . Zwar gehöre die Vergabe einzelner Grundstücke an einen Interessenten nicht in die Öffentlichkeit, die Grundsätze der Vergabe müssen jedoch immer für jeden transparent sein. Deshalb halte es die CDU auch für angebracht, den Antrag der Fraktion im Vorfeld der Sitzung der Presse zur Verfügung zu stellen.

Die Union fordert, den Kriterienkatalog dahingehend zu verändern, dass Familien von Personen, die in Westerkappeln aufgewachsen sind, jedoch im Rahmen von Studium oder Ausbildung Westerkappeln verlassen haben und später zurückkehren wollen, eine höhere Priorität bei der Vergabe eines Baugrundstücks eingeräumt wird.

Weiterhin solle jungen Westerkappelner Familien, die bereits über eine eigene, jedoch nach Familienzuwachs zu kleine Wohnimmobilie verfügen, der Erwerb eines neuen Baugrundstücks bei Verkauf der bisherigen Wohnimmobilie nicht verwehrt sein, fordert die CDU. Der Missbrauch der Regelungen müsse vertraglich ausgeschlossen werden.

Zur Begründung ihres Antrages verweisen die Christdemokraten auf den Demografie-Bericht der Bertelsmann-Stiftung. Diese mache deutlich, dass die demografischen Verhältnisse in Westerkappeln auch von der Abwanderung 20- bis 27jähriger junger Menschen geprägt seien. Die Wanderungsbilanz sei in dieser Altersgruppe negativ. Das verändere die altersdemografischen Verhältnisse in Westerkappeln ungünstig, da damit insbesondere jene Menschen aus der Kommune abwanderten, die sich im Alter der Familiengründung befinden, heißt es in dem CDU-Antrag. Ein Prozess der Überalterung der Bevölkerung werde dadurch begünstigt.

Die meisten Hochschulstädte verlangten inzwischen, dass Studierende am Studienort ihren ersten Wohnsitz anmelden, den sie damit in Westerkappeln aufgeben müssten. Seien Ausbildung oder Studium beendet und hätten die dann jungen Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz in der Heimatregion um Westerkappeln gefunden, so bleibe ihnen häufig der Erwerb eines Baugrundstücks in Westerkappeln verwehrt, weil der geltende Kriterienkatalog jene Bewerber bevorzuge, die bereits in Westerkappeln einen Wohnsitz haben, auswärtige Bewerber mit Westerkappelner Wurzeln aber benachteilige. „Wir sehen die Notwendigkeit, dies zu ändern“, erklärt die CDU-Fraktion.

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