Vergabekriterien für Baugrundstücke sollen modifiziert werden
Bessere Chancen für zurückkehrende Kinder

Westerkappeln -

Haben Westerkappelner, die in einem anderen Ort studiert oder eine Ausbildung gemacht haben, Chancen bei einer Rückkehr in ihrem Heimatort zu bauen? Kommunalpolitiker im Ort halten eine Neufassung des Kriterienkataloges zur Vergabe von Wohngrundstücken für erforderlich. Reicht das?

Mittwoch, 06.11.2019, 06:00 Uhr

Die Verwaltung soll bis spätestens Mitte 2020 Vorschläge für eine Neufassung des Kriterienkataloges zur Vergabe von Wohngrundstücken vorlegen. Das hat der Hauptausschuss auf Antrag der CDU einstimmig empfohlen. Diskussionen gab es allerdings, ob so eine Reform mit Blick auf die künftige Entwicklung der Gemeinde nicht zu kurz gesprungen ist.

Weil es bei dem Thema nichts geheim zu halten gebe, wurde der Tagesordnungspunkt auf Antrag der CDU vom nicht-öffentlichen in den öffentlichen Teil geholt. Die CDU hatte zuvor gefordert, den Kriterienkatalog dahingehend zu verändern, dass Familien von Personen, die in Westerkappeln aufgewachsen sind, jedoch im Rahmen von Studium oder Ausbildung den Ort verlassen haben und zurückkehren wollen, bei der Vergabe eines Baugrundstücks besser berücksichtigt werden als bisher. Derzeit genießen Westerkappelner Familien mit Kindern oberste Priorität. Auch Bewerber mit Hauptwohnsitz oder Arbeitsplatz in Westerkappeln werden rückzugswilligen Personen bevorzugt.

Eine andere Priorisierung hält CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Jonas insbesondere aus demografischen Gründen für geboten. Die höchste Einwohnerzahl habe die Gemeinde mit 11 370 Bürgern 2007 gehabt. 2012 sei die Zahl unter die Marke von 11 000 gerutscht, erst mit den Flüchtlingen 2015 sei sie wieder auf über 11 000 angewachsen.

Bei der SPD stieß der Antrag der Union durchaus auf Zuspruch. Deren Fraktionsvorsitzender Frank Sundermann gab aber zu bedenken, dass auch bei einer höheren Priorisierung der Rückzügler diese derzeit kaum ein Grundstück bekämen, weil das Angebot von hiesigen Familien in Anspruch genommen werde.

In Westerkappeln müsse erst einmal geprüft werden, ob es Bedarf für weitere Baugebiete gibt und wenn ja, nur in Westerkappeln oder auch im Süden“, sagte Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer.

Michael Puke (SPD) wies wie Sundermann darauf hin, dass die geltenden Vergabekriterien „ihre Dienste“ getan hätten und die Einwohnerzahl seit den 1970er Jahren von 8000 auf über 10 000 gestiegen sei. Nun gelte es, die Kriterien für die nächsten 20 bis 30 Jahre anzupassen.

Jürgen Schulte (Bürgergemeinschaft) und Dietmar Strecke (CDU) mahnten an, bei den Vergabekriterien auch den Neubau von Mehrfamilienhäusern stärker in den Blick zu nehmen.

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