Immobilienmarkt
Wohngebäude in Westerkappeln sind im Schnitt 45 Jahre alt

Westerkappeln -

Ein Wohngebäude in Westerkappeln ist im Durchschnitt rund 45 Jahre alt – es stammt nach Angaben der Westdeutschen Landesbausparkasse (LBS) aus dem Jahr 1974. Im gesamten Kreis Steinfurt liege der Schnitt bei 44 Jahren.

Montag, 11.11.2019, 05:00 Uhr
Eigentümer halten ihre Immobilien in Schuss. Niedrige Sparzinsen machen die Investition in größere Maßnahmen zusätzlich attraktiver.
Eigentümer halten ihre Immobilien in Schuss. Niedrige Sparzinsen machen die Investition in größere Maßnahmen zusätzlich attraktiver. Foto: LBS

Das genannte Gebäudealter basiert auf dem sogenannten Median-Wert in Westerkappeln aus dem Zensus 2011, Aktuellere Daten lägen nicht vor, sondern wurden laut LBS auf das Jahr 2019 fortgeschrieben.

Zwar würden Immobilien von ihren Besitzern meist schon deshalb in gutem Zustand gehalten, um den Wert zu sichern. Aktuell sieht LBS-Gebietsleiter Jan Piekatz aber den besonderen Trend, dass auch größere Modernisierungen in Angriff genommen werden, die auf die Senkung des Energieverbrauchs zielen: „Je weniger Zinsen es auf den Spargroschen gibt, desto mehr investieren die Menschen in ihr eigenes Zuhause oder eine vermietete Wohnung. Sie senken langfristig ihre Betriebskosten und schaffen so einen zusätzlichen Baustein für ihre Altersvorsorge.“

Ein Fünftel der Selbstnutzer und fast ein Drittel der Vermieter sehen laut LBS für ihre Immobilie derzeit hohen Modernisierungsbedarf. Das habe die aktuelle Online-Umfrage „LBS Modernisierungstrends“ ergeben, bei der über 2000 Hausbesitzer in NRW befragt worden seien. „An erster Stelle steht dabei der Wunsch nach einem komfortablen Bad, gefolgt von der Erneuerung von Fenster und Türen sowie der Heizung“, erläutert Piekatz. Das sei in der Regel mit überschaubarem Aufwand umzusetzen.

Die Erfahrung des Immobilienfachmanns ist, dass aktuell das Interesse auch an größeren Maßnahmen steigt, wie zum Beispiel zur Dämmung des Gebäudes oder für einen barrierearmen Umbau. „Spargeld verliert derzeit täglich an Wert. Mit der sogenannten Dämmrendite habe ich gleich mehrere Anlagealternativen: Meine Betriebskosten sinken dauerhaft und der Wert der Immobilie steigt genauso wie der Wohnkomfort“, erklärt Piekatz. Auch die künftige Vermietbarkeit einer Wohnung lasse sich damit deutlich verbessern.

Neben den günstigen Bauzinsen gebe es laut LBS vielfältige staatliche Förderprogramme für die Modernisierung. Allerdings habe die Umfrage hier Nachholbedarf in der Ausgestaltung ergeben: 30 Prozent der Eigentümer und sogar 58 Prozent der Vermieter empfänden die Anträge bisher als zu bürokratisch und umständlich.

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