Förderbescheid: 391 000 Euro für Ausbau von Wirtschaftsweg
Breiter und mit neuer Brücke

Westerkappeln -

Der Plan ist aufgegangen: Für die Modernisierung eines Wirtschaftsweges zwischen Westerbeck und Seeste erhält die Gemeinde 273 000 Euro aus einem öffentlichen Fördertopf. Und auch für den Ausbau von vier weiteren Wegen könnte noch Geld vom Land fließen. Das bestätigte jetzt die Bezirksregierung Münster, die für die Vergabe der Mittel zuständig ist, auf Nachfrage. Zum Nulltarif ist die Sanierung für die Gemeinde aber nicht zu haben.

Dienstag, 12.11.2019, 18:50 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 15:32 Uhr
Mit 391 00 Euro schlagen die Modernisierung des Heidkamps und eine neue Brücke über die Düsterdieker Aa zu Buche. 70 Prozent der Kosten übernimmt das Land, 30 Prozent muss die Gemeinde aufbringen.
Mit 391 00 Euro schlagen die Modernisierung des Heidkamps und eine neue Brücke über die Düsterdieker Aa zu Buche. 70 Prozent der Kosten übernimmt das Land, 30 Prozent muss die Gemeinde aufbringen. Foto: Katja Niemeyer

Schnellstmöglich, so hatte es die Verwaltung Anfang Juni angekündigt, sollten die Förderanträge für die Modernisierung von insgesamt fünf Wirtschaftswegen in den Außenbereichen gestellt werden. „Ich wollte, dass die Anträge noch vor den Sommerferien bei der Bezirksregierung eingehen. Das hat auch geklappt“, erläutert Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer in einem Pressegespräch, in dem sie den ersten Förderbescheid in Höhe von 273 000 Euro präsentierte, der kurz zuvor im Rathaus eingetrudelt war. Weitere 117 000 Euro müssen als Eigenanteil aus der Gemeindekasse bezahlt werden.

Mit dem Geld wird nun der Heidkamp auf einer Länge von 1,216 Kilometern ausgebaut. Dabei wird der Weg um 20 Zentimeter auf 3,50 Meter verbreitert. Im Zuge der Maßnahme wird außerdem eine neue Brücke über die Düsterdieker Aa errichtet. Für die Modernisierung und die neue Brücke wird mit Kosten in Höhe von rund 391 000 Euro kalkuliert. Laut Große-Heitmeyer soll noch in diesem Jahr mit der konkreten Planung begonnen werden.

Das Geld stammt aus einem Landesprogramm zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur. Für 2019 standen insgesamt 5,74 Millionen Euro zur Verfügung. Wie Andreas Winnemöller , Sprecher der Bezirksregierung, berichtet, wurden die Mittel komplett ausgeschöpft. Die Vergabe erfolgte nach dem sogenannten Windhundverfahren: Kommunen, die ihre Anträge frühzeitig stellten und die Voraussetzungen erfüllten, hatten mithin gute Chancen auf Bewilligung.

Bei der Bezirksregierung liegen weitere Anträge aus Westerkappeln für die Morgensternstraße (730 Meter, 177 100 Euro), Hoppenliet Nord (290 Meter, 82 800 Euro), Hoppenliet Süd (1,325 Kilometer, 402 500 Euro) und Roter Berg (400 Meter, 103 500 Euro) vor. Laut Bezirksregierungssprecher Winnemöller wird voraussichtlich noch in diesem Jahr auch über diese Anträge entschieden. Die Förderrichtlinien sehen vor, dass das Land 70 Prozent und die Kommune 30 Prozent der Kosten tragen. Würde die Bezirksregierung die Modernisierung aller fünf Wege fördern, würde das bei der Gemeinde demnach mit 347 000 Euro zu Buche schlagen.

Eine wichtige Voraussetzung für eine Förderung ist das Vorliegen eines ländlichen Wegenetzkonzeptes. In Westerkappeln wurde ein solches Konzept für das 335 Kilometer lange Wegenetz der Kommune vor zwei Jahren auf Initiative der SPD-Ratsfraktion erstellt.

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