„Rest von Eden Bioladen“: Pfarrer Jörg Oberbeckmann erläutert Projekt
„Bürgerschaft soll Geschäft tragen“

WEsterkappeln -

Fast 150 Besucher sind am Dienstagabend ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus gekommen, um mehr zu erfahren über das Projekt „Rest von Eden Bioladen e. V.“.

Mittwoch, 27.11.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 01.12.2019, 17:20 Uhr
Gut besucht: Zu der Infoveranstaltung zu dem Projekt „Rest von Eden Bioladen e. V.“ kamen rund 150 Westerkappelner – und damit viel mehr als erwartet.
Gut besucht: Zu der Infoveranstaltung zu dem Projekt „Rest von Eden Bioladen e. V.“ kamen rund 150 Westerkappelner – und damit viel mehr als erwartet. Foto: Gernot Gierschner

Pfarrer Jörg Oberbeckmann und seine Mitstreiter, die das Projekt seit fast einem Jahr vorbereitet haben, zeigten sich sehr erfreut über den nicht erwarteten Besucherandrang. „Wir haben mit vielleicht 30 Gästen gerechnet, dieses Interesse macht uns zuversichtlich, alle guten Wünsche sind in Erfüllung gegangen“, so der Pfarrer, der in den vergangenen Wochen das Projekt vorangetrieben hat. Er machte aber unmissverständlich deutlich, dass es sich bei dem Bioladen und einem angedachten Café nicht um ein kirchliches Projekt handele. „Hier ist zivilgesellschaftliches Engagement gefordert, der Laden muss von der Bürgerschaft getragen werden.“

Erstmals wurden konkrete Planungen und Voraussetzungen für den Betrieb eines Ladenlokals mit dem Verkauf von Bioprodukten vorgestellt. So ist mit dem ehemaligen Fahrradgeschäft Stening eine geeignete Räumlichkeit gefunden. Der Besitzer der Immobilie zeigt sich sehr kooperationsbereit und stellt die Fläche für die Adventszeit für ein improvisiertes Café zu Verfügung. Es wurde allerdings deutlich, dass die Fläche für einen wirtschaftlichen Betrieb eines Bio-Einzelhandels wohl zu groß sein wird. Deshalb wäre es wichtig, die Fläche gleichzeitig für ein Café zu nutzen. Dies scheint wirtschaftlich vernünftig, aber mit enormen Investitionen verbunden zu sein. Allein die Erstausstattung des Ladenlokals mit Waren dürfte 35 000 Euro kosten, so die bisherigen Planungen. Fördergelder stehen offenbar nicht zur Verfügung, obwohl der Ortsverband Bündnis90/Die Grünen bei der Veranstaltung 5000 Euro in Aussicht stellte und die Initiatoren auf finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde hoffen.

So wurde in der lebhaften Diskussion des Abends vor allem die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens hinterfragt. Konkrete Details, so waren sich alle einig, kann erst ein zu gründender Verein beschließen. Der Informationsabend diente hauptsächlich dazu, das grundsätzliche Interesse und die Bereitschaft der Bürger sich zu engagieren, auszuloten. Die erste Planung geht von mindestens 150 Mitgliedern mit einer Einlage von mindestens 250 Euro aus. Dazu käme ein Monatsbeitrag von 20 Euro, um verbilligt einkaufen zu können.

Der grobe Zeitplan sieht vor, dass bis März ein Verein gegründet werden soll und der Laden dann im zweiten Halbjahr 2020 eröffnet werden kann. In der Zeit vom 1. bis zum 20. Dezember wird täglich von 15 bis 17 Uhr im ehemaligen Fahrradladen Stening an der Großen Straße ein „Advents- und Werkstatt-Café“ öffnen. Dort können sich interessierte Bürger genauer über das Vorhaben informieren und bei Kaffee und Kuchen schon einmal die Atmosphäre schnuppern. Außerdem zeigt der Kultur- und Heimatverein Westerkappeln in dieser Zeit seine Ausstellung zum 100-jährigem Bestehen.

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