Werkstatt-Café nimmt Betrieb auf
Biokuchen schmeckt vorzüglich

Westerkappeln -

Verena Blom schneidet das Brot, Angelika und Jörg Oberbeckmann schmieren die Stullen mit Honig, Frischkäse und frischer Butter – alles Bio versteht sich. Und den Gästen schmeckt es, wie nicht zu übersehen ist. Die Eröffnung des Werkstatt-Cafés im ehemaligen Fahrradladen Stening an der Großen Straße werden die Initiatoren des Projektes „Rest von Eden – Bioladen e.V.“ sicher als ermutigend empfunden haben.

Sonntag, 01.12.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 16:12 Uhr
Eine stattliche Auswahl an Kuchen und Brot gab es beim Eröffnungstag. Auf dem Markt gibt es heute unzählige Bioprodukte. Eine kleine Auswahl ist im Werkstatt-Café ausgestellt.
Eine stattliche Auswahl an Kuchen und Brot gab es beim Eröffnungstag. Auf dem Markt gibt es heute unzählige Bioprodukte. Eine kleine Auswahl ist im Werkstatt-Café ausgestellt. Foto: Frank Klausmeyer

Zwar war der Andrang nicht so groß wie beim Infoabend am vergangenen Dienstag, als rund 150 Interessierte den Weg ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus gefunden hatten, mit über 50 Gästen schon nach einer Stunde war aber auch das Café sehr gut besucht.

Leckerer Mohn-, Apfel-, Quark-Kirsch und Gewürzkuchen sowie Stollen vom Wieruper Hof in Menslage bei Quakenbrück stehen zur Auswahl. Kürbis-Ganzkorn- und Winterapfel-Brot, Walnuss-Ciabatta und Dinkelblümchen hat der Voltager Biobäcker Knuf angeliefert. Dazu gibt es heißen, fair gehandelten Biokaffee und -tee. Wer Waffeln möchte, wird auch bedient. Das Eis-Café Dolomiti vis á vis liefert auf Bestellung frisch an. „Wir wollten da keine Konkurrenz machen“, betont Angelika Oberbeckmann .

Ihr Mann Jörg kann zu Beginn gar nicht einschätzen, wie viele Leute zum Kaffeetrinken kommen, zumal es mit den Weihnachtsmärkten in Wersen und Mettingen sowie dem evangelischen Gemeindefest in Hambüren einige Konkurrenzveranstaltungen gab. „Wir lassen uns einfach überraschen.“

Bis zum 20. Dezember wird das Advents- und Werkstatt-Cafe täglich von 15 bis 17 Uhr geöffnet haben. Sinn und Zweck der „Veranstaltung“ ist es, bis dahin mindestens 150 Mitglieder für den Verein „Rest von Eden – Bioladen“ zu gewinnen. Erst dann wird es in die Umsetzungsphase gehen.

Verena Blom machte sich ums Brotschneiden verdient.

Verena Blom machte sich ums Brotschneiden verdient. Foto: Frank Klausmeyer

Um das erforderliche Startkapital zusammenzubekommen, können sich Mitglieder mit einer Einlage von mindestens 250 Euro – gerne auch mehr – an dem Bioladen beteiligen. „Vereinsmitglied kann man aber auch ohne Einlage werden“, stellt Angelika Oberbeckmann klar. Der Beitrag soll sich dann auf 20 Euro pro Monat belaufen. Im Gegenzug gibt 20 Prozent Rabatt auf alle Artikel. Wer also für 100 Euro monatlich einkauft, hat seinen Mitgliedsbeitrag schon wieder in der Tasche.

Für die Eröffnung eines Bioladens muss der noch zu gründende Verein einen Haufen Geld zusammenkriegen; nicht nur für die Einrichtung des Ladens und die Möblierung des Cafés, sondern auch für die Ware. „Für den Erstbestand müssen mindestens 35 000 Euro investiert werden“, erläutert Angelika Oberbeckmann. Mit Banken sei man im Gespräch.

Bis jetzt gebe es rund 30 Leute, die sich aktiv mit der Vereinsgründung „auseinandersetzen wollen“, wie Angelika Oberbeckmann erzählt. Dazu gehört Verena Blom . Aufgewachsen auf dem Biohof Wieligmann in Sennlich ist es der 46-Jährigen sehr wichtig, vor Ort Möglichkeiten für den regionalen, nachhaltigen und biologischen Einkauf zu bekommen.

Auf dem Markt gibt es heute unzählige Bioprodukte. Eine kleine Auswahl ist im Werkstatt-Café ausgestellt.

Auf dem Markt gibt es heute unzählige Bioprodukte. Eine kleine Auswahl ist im Werkstatt-Café ausgestellt. Foto: Frank Klausmeyer

Auch Petra Wessel will sich engagieren. Die Mettingerin war früher mit Bioware als Beschickerin auf Wochenmärkten unterwegs. Bei den Produkten komme es nicht nur auf das Siegel an, sondern auch die Transparenz bei der Lieferkette ist ihr ein Anliegen – „von der Herstellung bis zum Regal“.

Einige Bioprodukte sind momentan ausgestellt. Das mögliche spätere Sortiment soll dann viel breiter ausgelegt sein, so denn bis zum 20. Dezember 150 Bürger Mitglied beim „Rest von Eden – Bioladen e.V.“ werden.

Bis dahin lernen auch die Initiatoren vermutlich jeden Tag dazu. „Wir haben ein Problem mit dem Kaffee, der muss schneller laufen“, hat Jörg Oberbeckmann am Eröffnungstag schnell festgestellt. Und im Laden ist es kühl, obwohl die Heizkörper seit Samstag „volle Pulle“ laufen. Jörg Oberbeckmann nimmt es mit Humor. „Das ist schließlich ein Werkstatt-Café.“

Zum Thema

Nähere Informationen zur Mitgliedschaft bei „Rest von Eden – Bioladen e.V.“ gibt es auch unter '  05404/956546.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7103010?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F
Selbstbedienungskassen: Der Kampf gegen die Warteschlange
Self-Checkout-Kasse: Selbstbedienungskassen: Der Kampf gegen die Warteschlange
Nachrichten-Ticker