Mittwinterhornbläser spielen vor dem Werkstatt-Café
Ungewöhnliche Klänge auf dem Westerkappelner Kirchplatz

Westerkappeln -

Die Mittwinterhornbläser aus Ochtrup ließen sich am Freitagnachmittag vom kühlen Nass nicht schrecken. Unerschrocken bliesen Marie Post und ihre vier Co-Hornisten vor dem Werkstatt-Café in ihre Hörner.

Sonntag, 15.12.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 16.12.2019, 14:16 Uhr
Die Mittwinterhornbläser Helmut Küper, Friedhelm Todtenhaupt, Marie Post, Bernhard Schüpmann und Willi Paßlick (von links) gaben ein Gastspiel vor dem Werkstatt-Café im ehemaligen Fahrradladen.
Die Mittwinterhornbläser Helmut Küper, Friedhelm Todtenhaupt, Marie Post, Bernhard Schüpmann und Willi Paßlick (von links) gaben ein Gastspiel vor dem Werkstatt-Café im ehemaligen Fahrradladen. Foto: Dietlind Ellerich

Auf Einladung der Initiatoren des Cafés waren sie nach Westerkappeln gekommen, um zu unterhalten, aber auch um während der Öffnungszeiten ein kleines Highlight zu bieten. Das waren die zwischen 1,30 und 1,50 Meter langen gebogenen Hörner schon rein optisch, aber auch akustisch, denn sie waren von weit her zu hören.

„Mittwinterhornbläser spielen nur zwischen dem ersten Advent und dem Dreikönigstag“, erklärt Marie Post , was es mit den Instrumenten auf sich hat. Sie freut sich, dass sie mit ihrem kleinen Gastspiel auf dem Westerkappelner Kirchplatz die Möglichkeit hat, auf eine uralte Tradition aufmerksam zu machen.

Wer sich wunderte, wie die verschiedenen Töne zustande kommen, obwohl die Hörner weder Löcher zum Zuhalten noch Ventile haben, erfuhr, dass alleine mittels Lippen- und Zwerchfellspannung sechs, maximal sieben Töne entstehen.

Pastorin Angelika Oberbeckmann freute sich über den Besuch der Mittwinterhornbläser, aber auch über die Resonanz auf das Werkstatt-Café. „Ich habe das Gefühl, es löst etwas aus“, sagte sie mit Blick auf den Mix an Begegnungsstätte, Bioladen und bürgerlichem Engagement. Sie wünscht sich, dass zu den rund 90 Frauen und Männern, die Interesse an einer Vereinsmitgliedschaft bekundet haben, weitere hinzukommen, damit aus dem Café mit Bioladen eine dauerhafte Einrichtung werden kann. „150 müssen es mindestens sein, damit es sich trägt“, rühren sie und ihre Mitstreiter unermüdlich die Werbetrommel.

Auch am Wochenende ließen sich wieder zahlreiche Gäste Biokuchen und fair gehandelten Kaffee schmecken. Samstag und Sonntag wurden im Werkstatt-Café überdies „Upcycling“-Produkte angeboten, die auf dem ersten Westerbecker Weihnachtsmarkt, den Heike Möllenkamp Ende November auf ihrem Hof in Westerbeck organisiert hatte, übrig geblieben waren.

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