Hartes Sondertraining
Mountainbike-Gruppe des THC Westerkappeln auf Mettinger Pumptrack

Westerkappeln/Mettingen -

Die Mountainbike-Gruppe des THC Westerkappeln hat jetzt eine besondere Trainingseinheit gehabt. Trainer Stephan Kotschi hatte zu einer Fahrt ins benachbarte Mettingen eingeladen, um dort die Vorzüge des erst vor kurzem neu angelegten und eröffneten Pumptracks zu nutzen.

Mittwoch, 18.12.2019, 06:00 Uhr
Trainer Stephan Kotschi (4. von links) absolvierte mit seinen Jungs ein Sondertraining Pumptrack auf der erst kürzlich eröffneten Pumptrack-Anlage in Mettingen.
Trainer Stephan Kotschi (4. von links) absolvierte mit seinen Jungs ein Sondertraining Pumptrack auf der erst kürzlich eröffneten Pumptrack-Anlage in Mettingen. Foto: THC Westerkappeln

Mit dem Besuch sollte die Vielseitigkeit im Radsport weiter ausgelotet werden, teilt der THC mit. Die Nachfrage war groß, Kotschi konnte die Fahrt mit 15 Mountainbikern (MTB) antreten.

Ein Pumptrack ist eine speziell geschaffene MTB-Strecke. Ziel der Sportler ist es, auf ihr möglichst ohne zu treten den gesamten Kurs zu durchfahren. Gelingen kann das nur durch das Hochdrücken – englisch pumping – des Körpers aus der Tiefe heraus, mit dem die Geschwindigkeit aufgebaut wird.

Um das Mountainbike durch pumpendes Drücken effizient beschleunigen zu können, ist ein spezifischer Abstand der einzelnen Wellen, die etwa Sinuskurven darstellen, erforderlich. Die Wendepunkte sind meist als Steilkurven gebaut, die regelrecht zu Sprüngen herausfordern.

Die Schwierigkeit des Parcours ergibt sich laut Mitteilung aus der Geschwindigkeit des Fahrers. Der „Pumptrack“ kann mit jedem Mountainbike gefahren werden, Fortgeschrittene wählen eher kleine und nichtgefederte Bikes.

Einigen der jungen THC-Biker war der Rundkurs bereits bekannt. Nicht selten verbringen sie etliche Stunden im Park, um ihr fahrerisches Können zu verbessern, schreibt der THC.

Die „Neulinge“ gingen die Sache erst verhalten an und fuhren ein paar langsame Testrunden. Aber schnell fanden sie den erforderlichen Rhythmus und waren von den Vorzügen der Strecke sofort überzeugt.

Hanno Schmidt und Mathis Frische, die den Track mit einer Länge von 250 Metern schon häufiger besucht hatten, kommentierten die Sache mit den Worten: „Es macht einen riesen Spaß, ist aber auch körperlich anstrengend, wenn man es richtig laufen lässt“.

Und sie ließen es richtig laufen, etliche Passagen befuhren sie nur auf dem Hinterrad und auch Sprünge mit bis zu 1,5 Meter Höhe aus der Steilkurve heraus standen für sie auf der Tagesordnung.

Auch die erwachsenen MTBler und Rennradler stellten sich zeitmäßig auf die Sonderaktion der jungen Sportler ein. Sie steuerten zuerst Mettingen an, um den Nachwuchs im „Pumptrack“ zu beobachten. Sie waren laut Mitteilung beeindruckt vom Können der jungen MTBler, die schon recht gekonnt die Wellen und Steilkurven nahmen.

Lediglich Sascha Gies traute sich mit seinem Rennrad auf den Parcours. Sein Kommentar nach der Runde: „Ich bin froh, dass ich da heile durchgekommen bin. Mit dem Rennrad ist das nichts für mich.“

Die Rennradler machten sich dann auf ihre Trainingsrunde, die sie über Neuenkirchen, Achmer und Wallenhorst nach 76 Kilometern zurück zum Startort führte. Und das ohne die kurzen Wellen und Steilkurven des „Pumptrack“, aber mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit.

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