42. Stutensoppenessen in Westerkappeln
Wo Gemütlichkeit groß geschrieben wird

Westerkappeln -

Der Stutensoppen steht in Westerkappeln hoch im Kurs, das wurde am Samstagabend im „Kuckucksnest“ einmal mehr deutlich. 125 Frauen und Männer saßen an den gedeckten Tischen und warteten hungrig und gespannt auf das deftige Essen, das Küchenchef Heiner Diekamp auftischen ließ.

Sonntag, 29.12.2019, 13:46 Uhr aktualisiert: 29.12.2019, 15:50 Uhr
Die Ehrengäste, darunter die Westerkappelner Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, ihr Lotter Amtskollege Rainer Lammers sowie Landrat Dr. Klaus Effing, ließen sich den Stutensoppen schmecken.
Die Ehrengäste, darunter die Westerkappelner Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, ihr Lotter Amtskollege Rainer Lammers sowie Landrat Dr. Klaus Effing, ließen sich den Stutensoppen schmecken. Foto: Dietlind Ellerich

Der Kultur- und Heimatverein Westerkappeln hatte zur 42. Auflage des Stutensoppenessens eingeladen, und neben den Freunden des Schmauses mit jeder Menge Zwiebeln, Weißbrot, Fleisch und Wurst saßen auch Ehrengäste an den Tischen, die es sich schmecken ließen und die wie Landrat Dr. Klaus Effing , Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und ihr Lotter Amtskollege Rainer Lammers immer wieder gerne kommen.

Zum ersten Mal dabei war eine Abordnung des Heimatvereins Recke. Dessen Vorsitzender Florenz Beckemeier, seine Ehefrau Christine sowie Christoph Hagedorn, stellvertretender Schriftführer des Vereins, ließen sich ebenso auf die Mahlzeit ein, die nach Suppe klingt, aber mit Gabel und Messer gegessen wird, wie Reinhard Dahlmann und Uwe Krämer, die als „Die singenden Kiepenkerle“ für den kulturellen Nachtisch sorgten.

„Gemütlichkeit“ wird nicht nur beim Stutensoppenessen groß geschrieben, sondern sei auch laut einer Umfrage des Sprachmagazins „Deutsch perfekt“ von 850 Deutschlernenden zum „schönsten deutschen Wort“ gewählt worden, wie Franz-Josef Schlie vom Vorstand des Kultur- und Heimatvereins feststellte. Gemütlich war‘s, und vor allem lecker. Das war den Gästen einen Applaus für das Haus wert, das sich umgehend mit einem hochprozentigen Nest-Dreher revanchierte.

Kein Stutensoppenessen ohne Gesang, und damit auch wirklich alle mit einstimmen konnten, hatten die Veranstalter Liedblätter verteilt. Da fehlte das „Stutensoppenlied“, das Winfried Eggert am Akkordeon zur Melodie von „Sabinchen war ein Frauenzimmer“ begleitete, ebenso wenig wie das Heimatlied, das auf Plattdeutsch eine Lanze für „Cappeln, mien Heimatduorp“ bricht, und andere Volkslieder.

Bevor die Gäste mit gut gefüllten Mägen und bestens gelaunt zum gemütlichen Teil übergingen, bedankten sich die Ehrengäste in Grußworten für die Einladung zum Stutensoppenessen. Dass sie sich Ende Dezember 2020 über eine Einladung zur 43. Auflage freuen würden, stellten sie klar. So rechnete Lottes Bürgermeister Lammers damit, den dann ehemaligen Landrat Effing erneut in Westerkappeln zu treffen, und auch die Heimatfreunde waren schon neugierig, was Effing dann aus Köln, seiner zukünftigen Wirkungsstätte, zu berichten habe.

Annette Große-Heitmeyer, die nach eigenem Bekunden „im Stretchkleid den kulinarischen Sünden der Weihnachtstage“ trotzte, stimmte mit einer Geschichte zum Jahresende auf ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2020 ein.

Für die Geselligkeit und für launiges Schunkeln zeichneten „Die singenden Kiepenkerle“ verantwortlich. Die beiden Männer hatten mit ihrer Vertonung von „Aobend“, einem Gedicht von Augustin Wibbelt, sowie Alltagsgeschichten inklusive der Symptome der „Männergrippe“ die bunte Truppe im „Kuckucksnest“ schnell im Griff.

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