Spezialeinsatzkommando in Wettringen
SEK schießt auf 30-jährigen Mann

Wettringen. Er wollte nicht in die ambulante psychiatrische Behandlung. Und drohte zunächst seinem Vater gegenüber, sich selbst mit dem gezückten Messer etwas anzutun. Als das angeforderte SEK sich dem aufgewühlten Wettringer näherte, eskalierte die Situation. 

Mittwoch, 29.04.2015, 17:04 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizei Steinfurt und Münster erklärten am Mittwochnachmittag in einer Pressemitteilung, dass Beamte des SEK bei einem Einsatz in Wettringen am Mittwochmorgen einem 30-jährigen Mann in den Oberschenkel geschossen haben. Der Angeschossene hatte sie zuvor mit einem Messer angegriffen.

Der Vater des später Verletzten hatte seinem Sohn an diesem Morgen erklärt, er – der Sohn – bedürfe psychiatrischer Hilfe in einer Klinik. Daraufhin drohte dieser vor seinen Eltern damit, sich mit einem von ihm ergriffenen Messer etwas anzutun. Sein Vater verließ die Wohnung und verständigte die Polizei. Vor den eingesetzten Beamten fuchtelte der 30-Jährige erneut mit dem Messer rum und schloss sich in der Wohnung ein. Da er sich auch nicht durch die Tür beruhigen ließ, wurden Spezialkräfte angefordert.

Als die Polizisten des Spezialeinsatzkommandos die Wohnungstür öffnen wollten, riss der 30-jährige Wettringer die Tür auf und ging mit dem Messer auf die Beamten los. Diese wehrten den Angriff durch einem Schuss in den Oberschenkel ab. "Zum jetzigen Zeitpunkt gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Beamte in Notwehr gehandelt hat", erklärte Oberstaatsanwalt Heribert Beck. "Warum der 30-Jährige die Beamten angegriffen hat, ist noch unklar. Die Ermittlungsbehörden haben zur Aufklärung des Gesamtgeschehens beim Polizeipräsidium Münster eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Holger Iltgen
eingerichtet." Für den Verletzten besteht keine Lebensgefahr. Er wird zurzeit in einem Krankenhaus behandelt.

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