Kreis Warendorf
599 Gespräche in den Kindergärten

Kreis Warendorf - Seit April 2008 bietet die Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf Sprechstunden in acht Familienzentren (FZ) an. Die Maßnahme wird vom Kreis Warendorf gefördert...

Donnerstag, 14.05.2009, 09:05 Uhr

Kreis Warendorf - Seit April 2008 bietet die Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf Sprechstunden in acht Familienzentren (FZ) an. Die Maßnahme wird vom Kreis Warendorf gefördert.

„Die Erfahrungen nach einem Jahr zeigen, dass die intensive Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Beratungsstelle sehr erfolgreich war“, so Dipl.-Psychologin Andrea Froböse, Leiterin der Beratungsstelle. Die Mitarbeiterinnen der Erziehungsberatungsstelle führten 599 Gespräche in den beteiligten Kindergärten.

Insgesamt gehören 19 Kindertageseinrichtungen zu den acht Familienzentren, in denen wöchentlich oder 14-täglich Sprechstunden abgehalten werden. Dabei ist jedem Familienzentrum eine Diplom-Sozialpädagogin als Beraterin fest zugeordnet. „Gerade der persönliche Kontakt zu den Kita-Leiterinnen und Erzieherinnen, die unsere Arbeit kennen, erleichtert es vielen Eltern, die Beratung in Anspruch zu nehmen“, erläutert Mechthild Pawlowski (FZ: Ostbevern, Telgte, AWO Kindertagesstätte WAF und Kita Kunterbunt WAF). „So können wir auch Eltern erreichen, für die die Schwelle, eine Beratung anzunehmen, sonst zu hoch wäre.“

„Die Eltern erhalten Unterstützung in Fragen zur Erziehung und Entwicklung, aber auch bei Konflikten in der Familie, bei Verhaltensschwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen, Trennung und Scheidung und bei vielen anderen Fragen“, führt Mechthild Büscher (FZ: Sassenberg, Warendorf-Nord, Beelen) aus.

Durch die Anbindung der Sprechstunde an die Erziehungsberatungsstelle kann bei Bedarf kurzfristig an deren multiprofessionelles Team weiter vermittelt werden.

Im Kindergarten sind besonders das entwicklungspsychologische Wissen und die Erfahrung in der Diagnostik und Förderung von Kindern wichtig, über die die Sozialpädagoginnen verfügen. „Wenn die Eltern es wünschen, wird die Erzieherin des Kindes in die Beratung einbezogen“, erläutert Elisabeth Poppenborg (FZ: Freckenhorst).

Die gute Vernetzung mit den Kindergärten, aber auch die Kooperation zum Beispiel mit Jugendhilfe, Ärzten, Ergotherapeuten und Logopäden sind zudem ein wichtiges Standbein dieser Arbeit. Eltern und Kinder erhalten so in Problemsituationen frühe Informationen und direkte Hilfe.

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