Kreis Warendorf
Glockenprojekt schützt christliches Brauchtum

Freitag, 15.05.2009, 07:05 Uhr

Kreis Warendorf - Viele Mitglieder des Kreisheimatvereins hatten vor der Jahrestagung bereits ein großes Besichtigungsprogramm hinter sich, als sie in Walstedde eintrafen. Die etwa 80 Heimatfreunde hatten eine umfangreiche Tagesordnung, einschließlich Neuwahlen des Vorstands. Dieser wurde einstimmig wiedergewählt.

Neu kamen als Beisitzer hinzu: Martin Hack für den Bereich Archäologie, aus Alverskirchen und dort im Dorfarchiv tätig, sowie für den Bereich Denkmalpflege und Restaurierung, der Warendorfer Alfred Smieszchala. Weiter arbeiten als Beisitzer im Bereich Münzen Stefan Wittenbrink aus Neubeckum und der Ennigerloher Hans Schwartze für die plattdeutsche Sprache mit. Beisitzer für das Gebiet Bäume ist der Warendorfer Mitarbeiter der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“, Norbert Schulze .

Er führte sich mit einem Referat über die Rosskastanie ein. „Wir kennen alle das Bild der braun verfärbten Blätter im Sommer“, erinnerte der Baumkenner. Er erklärte den Heimatfreunden die Wirkung des Kastanienschädlings, der Miniermotte. „Es wäre schön wenn die Ortsheimatvereine das Einsammeln der abgefallen Blätter, in denen die Larven überwintern, organisieren könnten“, schlug Schulze vor.

Dann gab der alte und neue Vorsitzende Prof. Dr. Paul Leidinger das Wort an den Referenten zum Thema Glockenprojekt . Franz-Josef Menker aus Gescher stellte das Projekt vor. „Wir wollen den Oktober zum Glockenmonat machen“, forderte Menker. Damit könne an den Frieden von Münster erinnert werden, der im Oktober 1649 geschlossen wurde. Menker warnte angesichts der Kirchenschließungen vor einem Verfall des christlichen Brauchtums.

Menker freute sich, für das Projekt prominente Schirmherrn wie Fürst Christian zu Bentheim und Steinfurt, Josef Albers, Dompropst zu Münster und Regierungspräsident Hans-Peter Paziorek gefunden zu haben.

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