Kreis Warendorf
Kompostwerk setzt auf Biogas

Donnerstag, 25.03.2010, 08:03 Uhr

Ennigerloh - Bislang wurde der Biomüll bestenfalls zu Kompost. Demnächst soll er zu Gas verstromt werden, die Abwärme wird dann größtenteils im Entsorgungszentrum genutzt. Drei Millionen Kilowattstunden Strom sollen in der neuen Biogasanlage entstehen. Damit könnten 600 Haushalte versorgt werden.

Gestern war Grundsteinlegung für die neue Biogasanlage, die sechs Millionen Euro kostet. Landrat Dr. Olaf Gericke : „Das ist in diesen schwierigen Zeiten auch ein Stück Wirtschaftsförderung.“ In der neuen Anlage werden demnächst 18 000 Tonnen Bioabfall zu energetisch nutzbarem Biogas umgewandelt.

Aloys Oechtering , Leiter des Kompostwerkes , wies auf Synergieeffekte hin: Denn das Kompostwerk ist in die Jahre gekommen. Hier müsste man künftig eh investieren. „Seit Inbetriebnahme 1994 wurden rund 680 000 Tonnen Bio- und Grünabfälle zu Kompost verarbeitet.“ Der Markt für diesen Kompost habe sich etabliert. Abnehmer seien vorwiegend Kunden aus Landwirtschaft und Gartenbau.

AWG-Geschäftsführer Thomas Grundmann wies darauf hin, dass die neue Anlage bis Ende des Jahres in Betrieb genommen werden soll. Es sei nicht vorgesehen, die Gesamtkapazität des Kompostwerkes von derzeit 52 000 Tonnen zu erhöhen, sondern 18 000 Tonnen aus diesem Biomüll in die neue Anlage umzuleiten. Bereits seit eineinhalb Jahren betreibt das Entsorgungszentrum des Kreises in Ennigerloh auch eine große Fotovoltaik-Anlage. Mit der Nutzung des Deponiegases zur Erzeugung von Strom und Wärme wird demnächst eine weitere alternative Energiequelle genutzt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/198738?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F702578%2F702590%2F
Nachrichten-Ticker