Ulla Zumhasch gelang der Sprung in die Wirtschaft
Die Unternehmensberaterin

Ostbevern -

Von der Politik in die Wirtschaft: Diesen Sprung schaffte Ulla Zuhasch, die von 1999 bis 2001 Landtagsabgeordnete im Kreis Warendorf war. „Eigentlich bin ich jetzt wieder in meinem alten Beruf“, erzählt die SPD-Politikerin, die in Ostbevern lebt.

Samstag, 08.12.2012, 10:12 Uhr

Ulla Zumhasch gelang der Sprung in die Wirtschaft : Die Unternehmensberaterin
Ulla Zumhasch ist heute bundesweit als Unternehmens- und Politikberaterin im Einsatz. Foto: Kopmann

Von der Politik in die Wirtschaft: Diesen Sprung schaffte Ulla Zuhasch , die von 1999 bis 2001 Landtagsabgeordnete im Kreis Warendorf war. „Eigentlich bin ich jetzt wieder in meinem alten Beruf“, erzählt die SPD-Politikerin, die in Ostbevern lebt.

Allerdings hat Zumhasch nach ihrem Ausstieg aus der Politik ihre Unternehmertätigkeit auf eine neue Basis gestellt. Unter dem Namen „Accomodare“ findet sich ihr Büro auf dem Prinzipalmarkt in Münster. Und seit Dezember hat sie auch eine Niederlassung in Berlin. Denn Zumhasch ist als Unternehmens- und Politikberaterin bundesweit im Einsatz. Zu Kunden, die ihre Beratung in Anspruch genommen haben, gehören beispielsweise die Deutsche Telekom AG, die Daimler AG, aber auch die Fachhochschulen Münster und Bochum oder Städte wie Düsseldorf und Hannover. Eine ziemliche Bandbreite.

„Ich begleite sowohl Unternehmen als auch Organisationen und öffentliche Verwaltungen bei Veränderungsprozessen“, erläutert die Ostbevernerin. Etwa bei Fusionen, aber auch um hohe Krankenstände in Betrieben zu senken. „Das heißt in der Regel, Rahmenbedingungen für ein besseres Miteinander zu schaffen.“ Auch die Schulung von Führungskräften sowie persönliches Coaching bietet Zumhasch an.

„Das Schöne in diesem Job ist, dass ich ständig vor neuen Herausforderungen stehe“, erzählt sie. Mit einem Acht-Stunden-Tag sei die Arbeit in der Regel nicht zu schaffen. „Aber mir macht diese Aufgabe Spaß, deswegen stört mich das nicht.“

Die Politik, aber auch ihr ehrenamtliches Engagement sei eine gute Vorbereitung für die heutige Tätigkeit gewesen. So hat Zumhasch beispielsweise zehn Jahre für die Telefonseelsorge Münster gearbeitet. „Wir haben dort eine sehr gute Ausbildung in Gesprächsführung erhalten.“

Eigentlich würde sie auch gerne mal wieder einen SPD-Parteitag besuchen. „Aber bislang habe ich das zeitlich nie geschafft“, erzählt Zumhasch, die zehn Jahre im Rat von Ostbevern saß, dann zehn Jahre im Kreistag mitarbeitete (unter anderem als stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin). Und dann war sie Landtagsabgeordnete. „Mit dem Einzug in den Landtag hatte ich allerdings nicht gerechnet.“ 1999 sei die SPD-Liste ins Rutschen gekommen. Und dann sei sie für Bodo Hombach nachgerückt, der Chef des Bundeskanzleramtes geworden war.

Viel Zeit für Privates bleibt Zumhasch, die inzwischen zwei Enkelkinder hat, nicht. Dazu hat sie zu sehr auf den Job gesetzt – und nach und nach viele Qualifizierungen erworben. „Nur so kann man am Markt bestehen. Heute kann sich ja fast jeder Coach nennen. Aber Kompetenz kann man nicht einfach nebenbei durch Handauflegung erwerben.“

In der freien Zeit mache sie mit ihrem Mann gerne Städtereisen. „Ich liebe Berlin. Und wir sind auch oft in Holland.“

Ganz auf ihrer persönlichen Linie liegt ein Trend, der sich in der Wirtschaft abzeichnet: Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. „Das wird inzwischen sogar von zahlreichen DAX-Unternehmen gewünscht.“ Und auch die Politik wolle Frauen verstärkt nach vorne bringen. Deswegen entwickelt Ulla Zumhasch ein Angebot für Frauen, die sich vorstellen können, Bürgermeisterin zu werden. Und so schließt sich dann der Kreis: Das macht sie im Auftrag der SPD .

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