Kreis will bis 2020 alle ungesicherten Übergänge an der B 64 beseitigen
Mehr Sicherheit für Bahn und Auto

Kreis Warendorf -

Bei solchen Dimensionen sprechen andere schon mal gerne von einem Jahrhundertprojekt. Der Kreis Warendorf gibt sich noch fünf Jahre, um 53 unbeschrankte Bahnübergänge auf der Strecke zwischen Münster und Beelen zu beseitigen

Montag, 23.02.2015, 18:01 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 21.02.2015, 10:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 23.02.2015, 18:01 Uhr
Zu so gefährlichen Situationen kommt es auf der B 64 Münster und der parallel verlaufenden Bahnstrecke Münster-Bielefeld mehrmals am Tage. Der Kreis will bis 2020 alle ungesicherten Bahnübergänge beseitigt haben.
Zu so gefährlichen Situationen kommt es auf der B 64 Münster und der parallel verlaufenden Bahnstrecke Münster-Bielefeld mehrmals am Tage. Der Kreis will bis 2020 alle ungesicherten Bahnübergänge beseitigt haben. Foto: Meyer

Bei solchen Dimensionen sprechen andere schon mal gerne von einem Jahrhundertprojekt. Der Kreis Warendorf gibt sich noch fünf Jahre, um 53 unbeschrankte Bahnübergänge auf der Strecke zwischen Münster und Beelen zu beseitigen. Wie aufwendig die Beseitigung der ungesicherten Übergänge ist, verdeutlichten der Leiter des Planungsamtes, Heinz-Jürgen Müller , und Kreisbaudirektor Carstens Rehers am Freitag den Mitgliedern des Planungsausschusses.

Das Ziel der Planung hatte der Vorsitzende des Gremiums, Detlef Ommen , in seiner Anmoderation mit drei Begriffen beschrieben. Schneller, sicherer und leiser. Mit täglich 5000 Fahrgästen werde die Linie inzwischen gut angenommen, freute sich Müller. Um die Belastungen für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten, habe man die gesamte Strecke in drei große Teilabschnitte zerlegt. Allein die Stadt Münster müsse auf ihrem Stadtgebiet zehn ungesicherte Übergänge beseitigen oder umbauen. In Telgte selbst gebe es zwei ungesicherte Passagen.

Das größte Projekt ist der Umbau des Haltepunktes Raestrup, wo die B 64 um Abbiegespuren erweitert werden müsse, um auf die Kreisstraße einzubiegen. Weil zwischen Straßen und Gleisbett zu wenig Platz ist, muss laut Rehers die Schienentrasse verschwenkt werden. Zudem sei noch Lärmschutz für die dortigen Anwohner erforderlich. Und schließlich müsste auch noch eine Möglichkeit für die Anwohner geschaffen werden, möglichst gefahrlos auf die andere Straßenseite zu gelangen. Der Haltepunkt Raestrup werde zugunsten eines neuen in Einen-Müssingen aufgegeben.

Insgesamt sind auf dem Teilstück zwischen Telgte und Warendorf 24 ungesicherte Bahnpassagen zu beseitigen, sagte Müller. Allein zwischen Einen-Müssingen und der Kreisstadt gibt es sieben dieser ungesicherten Übergänge, mit deren Umgestaltung nach Möglichkeit noch in diesem Jahr begonnen werden soll.

„Wir sind auf einem guten Weg“, fasste Müller die Ausführungen zusammen und verwies abschließend auf Beelen, wo eifrig gebaut werde und das Flatterband zur Absicherung des Übergangs der Vergangenheit angehört.

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