Handwerk begrüßt Azubi-Ticket
Auszubildende nicht länger benachteiligen

Kreis Warendorf -

„Ein gutes und richtiges Signal“ ist nach Meinung von Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf (KH), das auf dem SPD-Parteitag vorgeschlagene Azubi-Ticket.

Donnerstag, 29.09.2016, 15:09 Uhr

Das Azubi-Ticket trägt zur Gleichrangigkeit von akademischer und betrieblicher Bildung bei und macht die Berufsausbildung im dualen System attraktiver“, meint Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf.
Das Azubi-Ticket trägt zur Gleichrangigkeit von akademischer und betrieblicher Bildung bei und macht die Berufsausbildung im dualen System attraktiver“, meint Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf.

Schon seit längerem versucht Tischner für Auszubildende im ländlichen Raum Verbesserungen bei der Nutzung des ÖPNV zu erreichen, denn – das zeigt eine von der KH initiierte Befragung unter Teilnehmern überbetrieblicher Lehrgänge in den BildungsCentern – die Nutzung von Bussen ist für die Azubis neben unpassenden Fahrzeiten vor allem auch zu teuer.

Das Azubi-Ticket würde nach Auffassung von Tischner auch zu der vom Handwerk immer wieder geforderten Gleichrangigkeit von akademischer und beruflicher Bildung beitragen. „Studenten erhalten BAföG, brauchen keine Studiengebühren bezahlen und erhalten zudem Vergünstigungen bei Bahn und Bus.

Die Förderung der auswärtigen Unterbringung von Berufskollegschülern hingegen wurde schon vor acht Jahren abgeschafft“, erklärt Tischner, der mit diesem Vergleich keineswegs die Förderung von Studenten in Frage stellen möchte, sondern mehr Gerechtigkeit und Wertschätzung für junge Leute in der betrieblichen Ausbildung erreichen will.

Der Vertreter des Handwerks sieht das Land NRW in der Pflicht, durch Maßnahmen wie die Einführung eines Azubi-Tickets, das weder die Auszubildenden noch die Betriebe belastet, das Erreichen der Lernorte Betrieb, Berufsschule und Überbetriebliches Bildungszentrum des Handwerks einfacher und kostengünstiger zu gestalten. Dann könnte die Berufsausbildung im dualen System eine attraktive Alternative zur Schule und dem Studium sein.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4336721?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F4852280%2F4852284%2F
Nachrichten-Ticker