Miss Germany will noch mal antreten
Lena Bröder plaudert aus ihrem Leben und blickt nach vorn

KREIS WARENDORF -

Katholische Religionslehrerin und Schönheitskönigin - wie das zusammengeht erklärte am Montag Lena Bröder, amtierende Miss Germany 2016, in der Landvolkshochschule in Freckenhorst beim Kulturellen Frauenfrühstück. Die in Nordwalde lebenden Lehramtsanwärterin plauderte unter der Moderation von Hildegard Freßmann-Sudhoff, pädagogische Mitarbeiterin der LVHS, aus dem Nähkästchen einer Miss Germany.

Sonntag, 09.04.2017, 16:04 Uhr

Hildegard Freßmann-Sudhoff von der LVHS Freckenhorst informierte sich bei Lena Bröder (l.) über das Leben als Miss Germany
Hildegard Freßmann-Sudhoff von der LVHS Freckenhorst informierte sich bei Lena Bröder (l.) über das Leben als Miss Germany Foto: Peter Schniederjürgen

„Diese Teilnahme an der Wahl hat sich für mich in vielfacher Hinsicht gelohnt, etwa das ich das zur Persönlichkeitsbildung nur empfehlen kann“, sagte die 27-Jährige. Dabei sah sie nie einen Widerspruch zwischen Theologie und Schönheit. Für die junge Frau waren diese Wettbewerbe ein Hobby. „Oder etwas mehr, ich habe da schon viel Ehrgeiz entwickelt“, gab Lena Bröder zu. Dabei stand jedoch nicht der „Miss“-Titel im Vordergrund. „Einfach das Finale erreichen und mit ins Camp nach Fuerteventura zu kommen war mein Ziel.“ Dabei sah sie sich durch die verschiedenen Miss-Wettbewerbe im Studium gestärkt. So lernte sie unter anderem Präsentationstechniken.

Allerdings räumte Lena Bröder auch gleich mit dem Bikini-Dummchen Vorurteil auf. „Die meisten Wettbewerbe finden im Abendkleid statt, minimal und ausnahmsweise mal im Badeanzug“, hob die Schönheitskönigin hervor.

In Freckenhorst war allerdings auch eine gewisse Wehmut zu spüren, denn: in wenigen Wochen endet die Zeit als schönste Frau Deutschlands. Dann beginnen die neuen Miss-Wahlen. „Es ist schon schade, aber ich bin dabei in der Jury und darauf freue ich mich schon sehr“, so Bröder. Sie ist dankbar für die vielen aufregenden Erlebnisse und Kontakte die ihr dieses Miss-Jahr gebracht haben. Darunter auch eine Begegnung mit Papst Franziskus . Dabei hatte die schönste Frau Deutschlands genaue Kleiderregeln zu befolgen. „Schwarze, weiße und lilafarbene Kleider sind nicht erlaubt, ich trug ein dunkelblaues Spitzenkleid“, berichtet sie von der Begegnung mit dem katholischen Kirchenoberhaupt. Dem überreichte Lena Bröder ihr Buch „Das Schöne in mir – Mit Glaube zum Erfolg“, aus dem sie in der LVHS vorlas und keck ankündigte: „Ich werde später sicher am Wettbewerb ‚ Miss Germany 50 plus’ teilnehmen“. Das brachte ihr den Applaus des voll besetzen Saals der Schule ein.

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