Pilotprojekt für Asylbewerber
Über den Sport zur Ausbildung

Ahlen -

Sport kann eine wichtige Rolle spielen, anerkannte jugendliche Asylbewerber zu integrieren.

Mittwoch, 31.01.2018, 14:02 Uhr aktualisiert: 01.02.2018, 17:04 Uhr
Über Sport zu Integration und Ausbildung. Diesess Projekt stellten vor (v. l.): Robin Schneegaß, Melanie Tillmann, Kahrin Mühlenbäumer, Alexandra Wessel, Berni Recker, Susanne Beier, Sabine Lillmanntöns und Ferdi Schmal.
Über Sport zu Integration und Ausbildung. Diesess Projekt stellten vor (v. l.): Robin Schneegaß, Melanie Tillmann, Kahrin Mühlenbäumer, Alexandra Wessel, Berni Recker, Susanne Beier, Sabine Lillmanntöns und Ferdi Schmal. Foto: Ralf Steinhorst

Sport kann eine wichtige Rolle spielen, anerkannte jugendliche Asylbewerber zu integrieren. Die Berufliche Orientierung und Lizenzausbildung Sport, kurz „BOLAS“, soll als Pilotprojekt des Sportbildungswerks, dem Bildungsdienstleister SBH West und dem Bildungsinstitut Münster (BiMS) diesem Ziel dienen.

„Mit diesem Einstieg ist ein Traum von mir in Erfüllung gegangen“, zeigte sich der Kreissportbund-Vorsitzende Ferdi Schmal begeistert, dass die ersten 15 Jugendlichen im Alter von 17 bis 26 Jahren aus Ahlen, Ennigerloh und Drensteinfurt am 22. Januar das Pilotprojekt begonnen haben. Es dauert über 19 Monate und geht bis zum 12. Juli 2019. Nach dem Abschluss soll im Idealfall der Übergang in eine Ausbildung erfolgen.

Bis zum Juli steht der Integrationskurs auf dem Programm, der zum einen Deutschkurs, zum anderen aber auch politische Bildung vorsieht. Daran schließen sich im Juli ein Teambuilding mit Erste-Hilfe-Kurs und Schwimmkurs in der Landessportschule Hachem an, ehe die Jugendlichen einen Übungsleiterschein-Kurs machen. Auch ein Bewerbungscoaching und ein Praktikum sind Teil des Projekts.

Parallel läuft in den Abendstunden die Mitarbeit in einem von sechs Sportvereinen im Umland Ahlens – als sportlich Aktiver oder in der organisatorischen Arbeit. Das bietet nicht nur Vorteile bei der Sprachförderung. „Wir versuchen so, die Menschen in eine soziale Struktur zu bekommen“, unterstützt Robin Schneegaß als Vertreter des Landessportbundes und der Landesregierung das Projekt. Was Ferdi Schmal noch präzisiert. Hauptsache man bekomme junge Leute in Ausbildung. Bei der Qualifizierung zum Ausbildungsleiter weiß er, dass für die am Projekt teilnehmenden Vereine großer Aufwand entstehen kann. Aber dafür haben sie dann vielleicht später einen von den Jugendlichen als Übungsleiter in ihren Reihen. Er wünschte sich, es würden noch mehr Vereine an dem Programm teilnehmen, was dann auch finanziell unterstützt werden könnte. Begleitet wird das Projekt durch die Projektleiterin Melanie Tillmann von der BiMS und die Sozialpädagogin Sabine Lillmanntöns vom Kreissportbund.

Sollte das Pilotprojekt erfolgreich enden, soll es nicht kreisweit, sondern auch landesweit ausgebaut werden. Diese Perspektive jedenfalls sieht Robin Schneegaß.

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