Neue Werbelinie des Bistums
Die Kirche als Markenzeichen

Kreis Warendorf -

Im ehemaligen, zum Veranstaltungssaal umgebauten Lokschuppen der Schachtanlage Westfalen in Ahlen hatten wohl die wenigsten die Präsentation der neuen Werbelinie des Bistums Münster vermutet. Dort erwarteten Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Kreisdechant Peter Lenfers am Sonntag ehrenamtliche Mitarbeiter aus den katholischen Kirchengemeinden im Kreis.

Dienstag, 11.09.2018, 16:24 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 06:03 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 16:24 Uhr
Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Kreisdechant Peter Lenfers stellten auch die neuen Plakate vor, mit denen die katholische Kirche werben will.
Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Kreisdechant Peter Lenfers stellten auch die neuen Plakate vor, mit denen die katholische Kirche werben will. Foto: Dierk Hartleb

Im Gespräch mit Moderatorin Tina Moorkamp von der Bischöflichen Pressestelle berief sich Zekorn auf eine 2014 durchgeführte repräsentative Umfrage, die ergeben habe, dass viele Angebote wie die Ehe- und Familienberatung, die Familienbildungsstätten und selbst die Caritas nicht mehr mit katholischer Kirche in Verbindung gebracht würden.

„Wo katholische Kirche drin ist, soll auch katholische Kirche draufstehen“, erklärte Zekorn. Die mit der Entwicklung der neuen Werbelinie beauftragte Agentur habe ein Logo, einen Claim (Werbeslogan) und eine Plakatkampagne entworfen. Zekorn lobte die Klarheit des neuen Markenzeichens: „Das Kreuz, das aus verschiedenen Dreiecken besteht, soll Beziehung deutlich machen.“ Mit Blick auf die angedeutete Sprechblase anstelle des rechten Kreuzbalkens erklärte er: „Wir sind diejenigen, die für Christus sprechen sollen, können und dürfen.“ Lenfers hatte es das Rot angetan, das aus seiner Sicht symbolisch für die Liebe stehe – ebenso wie für das Blut als Lebenssaft und auch Wunden einschließe. „In der Bandbreite kirchlichen Lebens haben wir es mit allen Lebenslagen, von der Wiege bis zur Bahre, mit teilweise schwierigen Lebenssituationen zu tun.“

Deutlich äußerte sich Zekorn zum Thema sexueller Missbrauch und forderte eine unabhängige Aufklärung, Null-Toleranz gegenüber den Tätern und eine Sensibilisierung.

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