Kornbrennerei Gerbermann
Vom Feld in die Flasche

Alverskirchen -

Immer mehr Menschen setzen auf regionale Lebensmittel und bevorzugen frische, saisonale Gerichte von Produzenten aus der Umgebung. In der Serie rund um das Thema „Münsterland-Siegel“ werden acht Betriebe aus dem Kreis Warendorf vorgestellt. Der Blog „Paula Pumpernickel“ präsentiert die Menschen, die diese Produkte herstellen. Im siebten Teil geht es heute in die Kornbrennerei Gerbermann in Alverskirchen – direkt an der 100-Schlösser-Route gelegen.

Mittwoch, 26.09.2018, 09:13 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.09.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 26.09.2018, 09:13 Uhr
André Gerbermann hat den Betrieb mit 21 Jahren von seinem Vater übernommen und mit der Neugestaltung ein anspruchsvolles Projekt umgesetzt. Heute ist die Familie stolz auf ihre Gläserne Brennerei, in der Tradition und Moderne in Einklang gebracht werden.
André Gerbermann hat den Betrieb mit 21 Jahren von seinem Vater übernommen und mit der Neugestaltung ein anspruchsvolles Projekt umgesetzt. Heute ist die Familie stolz auf ihre Gläserne Brennerei, in der Tradition und Moderne in Einklang gebracht werden. Foto: Pumpernickel

Immer mehr Menschen setzen auf regionale Lebensmittel und bevorzugen frische, saisonale Gerichte von Produzenten aus der Umgebung. In der Serie rund um das Thema „Münsterland-Siegel“ werden acht Betriebe aus dem Kreis Warendorf vorgestellt. Der Blog „Paula Pumpernickel“ präsentiert die Menschen, die diese Produkte herstellen.

Im siebten Teil geht es heute in die Kornbrennerei Gerbermann in Alverskirchen – direkt an der 100-Schlösser-Route gelegen. Hier wird seit 1870 auf ursprüngliche Weise Korn gebrannt, und das in mittlerweile fünfter Generation. Bereits im Jahr 1400 wurde der Hof im bischöflichen Archiv der Stadt Münster erwähnt.

André Gerbermann hat den Betrieb mit 21 Jahren von seinem Vater übernommen und mit der Neugestaltung ein anspruchsvolles Projekt umgesetzt. Heute ist die Familie stolz auf ihre Gläserne Brennerei, in der Tradition und Moderne in Einklang gebracht werden. „Ein Tropfen Heimat“ lautet das Motto, das sowohl auf die Produkte, aber auch auf den Betrieb zutrifft. „Meine Eltern haben die Brennerei vor 50 Jahren technisch modernisiert und weiterentwickelt. Dabei wurde auch das Gebäude komplett entkernt und neu aufgebaut. Durch die Sanierung sollte jetzt der alte Stil wieder zurück transportiert werden“, erklärt Gerbermann.

In der Brennerei dominiert die Feinbrandanlage aus glänzendem Stahl und Kupfer. Sie wurde eigens in Süddeutschland angefertigt und ist das Herzstück des Betriebes. Hergestellt werden hier hochwertige Geiste und Korn mit Inhaltsstoffen, die als Getreide direkt auf den eigenen Feldern wachsen oder von ausgewählten Betrieben zugekauft werden. Zudem werden im Betrieb auch Bullen gehalten und einige Schafe gezüchtet. Brennerei und Landwirtschaft bilden auf dem Hof Gerbermann eine untrennbare Einheit: „Vom Feld in die Flasche“ darf man hier wörtlich nehmen. Sogar das Abfallprodukt der Destillation, die so genannte Schlempe, kann als fett- und eiweißreiche Nahrung an die Bullen verfüttert werden.

Anne Gerbermann erklärt das Prinzip der Gläsernen Brennerei: „Wir präsentieren uns und unsere Produkte so, wie wir sind. Jeder, der möchte, kann sich den Betrieb ansehen und uns Fragen stellen.“ Durch große Scheiben können Besucher den Mitarbeitern beim Befüllen und Etikettieren der Flaschen zusehen und anschließend alle Produkte erwerben. Im Verkaufsraum werden aber nicht nur die eigenen Erzeugnisse angeboten, dort sind außerdem viele verschiedene Weine und fremde Spirituosen erhältlich. Weitere Informationen zur Kornbrennerei Gerbermann unter:

  

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