FWG zur Reaktivierung der WLE
Wasserstoff-Triebwagen statt Diesel-Loks

Kreis Warendorf -

Die Freien Wähler sind für die Reaktivierung der WLE. Allerdings lehnen sie Diesel-Loks ab und setzen auf Wasserstoff-Triebwagen.

Dienstag, 15.01.2019, 07:01 Uhr aktualisiert: 15.01.2019, 07:10 Uhr
Solche Triebwagen gehörten jahrzehntelang zum Alltag auf der WLE-Strecke zwischen Neubeckum und Münster. Diese Aufnahme aus dem Band von Josef Kückmann und Burkhard Beyer entstand 1975 in Wolbeck.
Solche Triebwagen gehörten jahrzehntelang zum Alltag auf der WLE-Strecke zwischen Neubeckum und Münster. Diese Aufnahme aus dem Band von Josef Kückmann und Burkhard Beyer entstand 1975 in Wolbeck.

Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler (FWG) ist für die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der WLE-Strecke. Als Triebwagen vorgesehen sind derzeit Dieselfahrzeuge, doch die Vertreter der FWG fordern, die umweltfreundliche Variante von Wasserstoff-Triebwagen.

„Seit drei Monaten pendeln zwischen Cuxhaven und Buxtehude zwei Wasserstoff-Triebwagen. Der Probebetrieb läuft gut. Wasserstoffzüge funktionieren genauso gut wie Dieselzüge, fahren jedoch wesentlich leiser und stoßen keine Abgase aus, sondern nur Wasserdampf“, so Fraktionsvorsitzende Dorothea Nienkemper .

Mit diesem Konzept habe sich die B.f.A. (Bürger für Aktive Kommunalpolitik) in Albersloh beschäftigt, die vorschlägt, die Planungen zum Vorbild zu nehmen und die Reaktivierung der WLE-Strecke so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Energie aus Windkraft und Biogas könnte für die Wasserstoffproduktion genutzt werden. Nach Meinung von B.f.A.-Mitglied Volker Dörken ist das „eine Win-Win-Situation. Für die Bahn, für die Region, die Menschen und die Umwelt“.

Für die Anschaffung von 14 Brennstoffzellenzügen stelle etwa Niedersachsen 81,3 Millionen Euro zur Verfügung. Auch in NRW seien Mittel für den Betrieb sauberer Verkehrsmittel verfügbar, die zur Umsetzung des Modellprojektes „Brennstoffzellenzüge mit Infrastruktur“ eingesetzt werden können. Weiterhin seien Bundes- und EU-Mittel verfügbar. Die FWG hat daher beantragt, die Möglichkeit der Produktion und Lagerung des Wasserstoffs zu prüfen.

„Seit 2017 hat Johann Ubben, Bereichsleiter Eisenbahn der WLE, informiert, dass der Einsatz von Wasserstoff-Fahrzeugen auf einer für den Personenverkehr reaktivierten Strecke geprüft wird“, so Nienkemper. Sie verweist auf die WN-Ausgabe vom 28. April 2018. Dort sei unter dem Titel „NWL setzt auf neue Antriebstechniken“ berichtet worden, dass der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe bis 2030 seinen Dieselstrecken ein Öko-Upgrade verpassen und nur noch Triebwagen mit Elektro-/Batterie- oder Brennstoffzellentechnik fahren lassen will.

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