7. Stiftungstag
Sogar Neid aus Bayern

Kreis Warendorf -

Am Samstag (9. Februar) konnten sich Kulturschaffende über Fördermöglichkeiten unter dem Titel „Gemeinsam für Natur, Heimat und Kultur“ informieren. Die NRW-Stiftung lud zu einer Infoveranstaltung im Torhaussaal des Kulturguts ein. Die Gäste hatten die Möglichkeit sich individuell über Fördermöglichkeiten für Naturschutz- und Kulturprojekte beraten zu lassen.

Dienstag, 12.02.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 16:21 Uhr
Strahlende Gesichter bei Präsident Eckhard Uhlenberg, Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop und Moderatorin Carina Vogt
Strahlende Gesichter bei Präsident Eckhard Uhlenberg, Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop und Moderatorin Carina Vogt Foto: Martin Janzik

Der Tagungsort war mit Bedacht gewählt. Für ihren siebten Stiftungstag hatte die NRW-Stiftung am Samstag in das Literaturmuseum auf Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg eingeladen, um ihre Arbeit in der Region den hiesigen Akteuren in der Heimat- und Naturpflege bekannt zu machen.

Dabei haben zahlreiche Vereine schon von der Förderpraxis der größten Stiftung Nordrhein-Westfalen profitiert wie die Altstadtfreunde Warendorf, die Kulturinitiative Filou in Beckum oder die NABU-Naturschutzstation Münsterland in Oelde und nicht zuletzt die Tagungsstätte, deren Förderverein erst in 2017 einen Betrag von 57 000 Euro für die Überarbeitung er Dauerausstellung erhalten hat.

Der Stiftungsvorstand mit Präsident Eckhard Uhlenberg hatte keinen gefüllten Geldsack mitgebracht, sondern warb vielmehr um Anträge. Die müssen allerdings wohl begründet sein und ausschließlich gemeinnützigen Zielen dienen.

Hoffnungen von Denkmaleigentümern, die Stiftung um Geld für Sanierungsvorhaben angehen zu können, erstickte Mona Wehling, Referatsleiterin für Heimat- und Kulturpflege in der Stiftungszentrale, im Keim – im Gespräch mit Moderatorin Carina Vogt .

Voraussetzung für die Antragstellung, und das gelte für besagte Heimat-und Kulturpflege ebenso wie für Natur- und Umweltprojekte, sei immer die Gemeinnützigkeit.

Uhlenberg, der 2017 die Nachfolge von Harry Kurt Voigsberger als Präsident angetreten hat, erklärte, dass Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland keinen Grund habe, sich klein zu machen. Mit der Stiftung verfüge es über eine Einrichtung, um die es sogar die Bayern beneideten.

Stiftungsvorstandsmitglied Dr. Ute Röder dementierte nachdrücklich die Annahme, dass das Rheinland bevorzugt werde. Im vergangenen Jahr habe Westfalen mit 51 Prozent sogar stärker profitiert als das Rheinland.

Warendorfs Landrat Dr. Olaf Gericke und die Vorsitzende des Fördervereins von Haus Nottbeck, Susanne Festge, nutzten ihren stimmungsvollen Talk-Auftritt mit WDR-4-Moderatorin Carina Vogt, um für den Kreis Warendorf im Allgemeinen und für Haus Nottbeck im Besonderen als eine der Perlen der Region zu werben.

Für Bürgermeister Karl-Friedrich Knop der gastgebenden Stadt Oelde hatte Uhlenberg noch eine besondere Überraschung parat. Dessen Stadt wurde für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Förderverein der NRW-Stiftung geehrt. Mit dem Mitgliedsbeitrag von einem halben Cent pro Einwohner, der eher einen symbolischen Charakter habe, leiste auch die Stadt Oelde einen Beitrag zur Finanzausstattung der NRW-Stiftung.

Svenja Winterstein am Klavier und Inga Baron an der Klarinette begeisterten auf dem Stiftungstag mit ihren musikalischen Einlagen.

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