Erkältungszeit
Grippewelle: Keine Entwarnung

Kreis Warendorf -

Die Grippesaison steuert auf ihren Höhepunkt Ende Februar/Anfang März zu. zu. Allerdings sieht es im Kreis derzeit so aus, als ob die Grippe weniger Menschen heimsucht als im Vorjahr. 60 Fälle sind bis jetzt beim Gesundheitsamt des Kreises gemeldet – 2018 waren es um diese Zeit schon mehr als doppelt so viele. Für Entwarnung sei es allerdings noch zu früh, heißt es.

Dienstag, 12.02.2019, 16:14 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 16:21 Uhr
Beim einfachen grippalen Infekt sollte man erst zu Hausmitteln zu greifen und den weiteren Verlauf abwarten.
Beim einfachen grippalen Infekt sollte man erst zu Hausmitteln zu greifen und den weiteren Verlauf abwarten. Foto: Kreis Warendorf

Schwächer als im Vorjahr hat im Kreis die Grippewelle begonnen. 60 gemeldete Fälle in den ersten sechs Kalenderwochen dieses Jahres stehen 142 Fällen im Vergleichszeitraum 2018 gegenüber.

Für das Gesundheitsamt kommt eine Entwarnung zum jetzigen Zeitpunkt zu früh, lag doch der Höhepunkt der Grippewelle 2018 zwischen Ende Februar und Anfang März. Zudem können sich – je nach vorherrschendem Influenzatyp beziehungsweise -subtyp – von Jahr zu Jahr unterschiedliche Verlaufsformen ergeben.

Neben einer in der letzten Saison erworbenen bedingten Immunität der Menschen könnte unter anderem die diesjährige Grippeschutzimpfung zu sinkenden Ansteckungszahlen geführt haben – so das Gesundheitsamt. Denn in dieser Saison steht ein Vierfach-Impfstoff (wirksam gegen vier Untertypen der Influenza A/B) zur Verfügung, der einen deutlich besseren Schutz bietet als zuvor gegen nur drei Untertypen. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts macht eine Influenza-Impfung auch zum jetzigen Zeitpunkt noch Sinn, da sie ihre größte Wirksamkeit etwa zehn Tage danach entfaltet. Aber: der Impfstoff ist inzwischen jedoch knapp.

Das Gesundheitsamt rät dazu, bei einem einfachen grippalen Infekt mit Symptomen wie Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und leichtem Fieber ung zunächst auf einfache Hausmittel zu setzen: viel trinken, sich schonen, nach Bedarf schleimlösendes oder schmerzlinderndes Medikaments einnehmen und den weiteren Verlauf abwarten. Bei Fortbestehen oder Verschlimmerung der Beschwerden sollte man sich an seinen Hausarzt wenden.

Bei einer „echten Influenza-Grippe“, die oft plötzlich beginnt und mit Fieber, allgemeinem Krankheitsgefühl, Reizhusten sowie Kopf- und Gliederschmerzen einhergehen kann, sollte der Hausarzt frühzeitig aufgesucht und mit ihm das weitere Vorgehen besprochen werden. Häufig sind ambulante Behandlungsmaßnahmen ausreichend. Eine Krankenhausbehandlung ist nur in besonders schweren Fällen oder bei Risikopatienten (Menschen mit Vorerkrankungen, Abwehrschwächen, Schwangere, alte Menschen) notwendig.

Ob ein Kind an einer Influenza oder einem grippalen Infekt erkrankt ist, ist für Eltern oftmals schwer zu erkennen. Deshalb gilt: wenn der Gesundheitszustand des Kindes Sorgen bereitet, sollte die Kinderarztpraxis aufgesucht werden. Falls die Praxis geschlossen ist, können Eltern die kinderärztliche Notfall-Ambulanz am St.- Franziskus-Krankenhaus in Ahlen und im Clemens-Hospital in Münster aufsuchen. Wichtig_ Mitzubringen sind der Impfausweis und das gelbe Vorsorgeheft.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Risikogruppen, sich impfen zu lassen. Dazu zählen Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sowie Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen, Schwangere sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die an bestimmten chronischen Krankheiten wie Diabetes, Asthma oder Herzerkrankungen leiden. Auch wer eine angeborene oder erworbene Immunschwäche hat, gilt als Risikokandidat.

Wer im Krankenhaus oder im Seniorenheim arbeitet oder einen Beruf mit Kontakt zu vielen Menschen ausübt, sollte sich auch impfen lassen. Dies gilt auch für Menschen, die mit einem Risikopatienten zusammenleben oder sich um ihn kümmern.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6386890?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F
Raffaela Busse arbeitete ein Jahr lang in der Antarktis
Leben und arbeiten bei minus 75 Grad Celsius: Raffaela Busse hat in der Antarktis viel erlebt und unvergessliche Eindrücke sammeln können.
Nachrichten-Ticker