Busverkehr soll erneut direkt an die RVM vergeben werden
Im Juni kommt das Handy-Ticket

Kreis Warendorf -

Busverkehr in der Fläche zu sichern ist teuer. Die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM), die diese Aufgabe – in Kooperation mit privaten Unternehmen durchführt – weist daher für 2018 erneut ein Defizit von 1,9 Millionen Euro allein im Kreis Warendorf aus. Dennoch sind die Verkehrspolitiker im Kreistag mit den Leistungen des von den Kommunen gesteuerten Verkehrsunternehmens durchaus zufrieden.

Samstag, 16.03.2019, 08:03 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 08:10 Uhr
Um den Busverkehr gut steuern zu können, will der Kreis erneut ein Linienbündel direkt an die RVM vergeben. Das kommunal betriebene Unternehmen kooperiert aber mit privaten Anbietern, die insgesamt drei Viertel der gesamten Busleistungen übernehmen.
Um den Busverkehr gut steuern zu können, will der Kreis erneut ein Linienbündel direkt an die RVM vergeben. Das kommunal betriebene Unternehmen kooperiert aber mit privaten Anbietern, die insgesamt drei Viertel der gesamten Busleistungen übernehmen. Foto: Klaus Meyer

„Die RVM ist ein zuverlässiger Partner im ÖPNV“, fasste Planungsamtsleiter Martin Terwey zusammen. Weil die Kommunen durch die RVM die Möglichkeit haben, die Verkehrspolitik direkt zu beeinflussen, soll ein Linienbündel im Busverkehr erneut direkt an die RVM vergeben werden – für den Zeitraum 20121 bis 2030.

RVM-Geschäftsführer André Pieperjohanns machte im Planungsausschuss deutlich, dass sein Unternehmen – trotz schlechter Entwicklung etwa im Schülerverkehr – gut aufgestellt ist. (Der Schülerverkehr macht 60 Prozent des Geschäftsbetriebes aus.) Seit 2012 ist der Schülerverkehr aber um 13,5 Prozent zurückgegangen. „Das bedeutet ein Minus von 2,3 Millionen Euro.“

Im Schülerverkehr haben wir ein Minus von 2,3 Millionen Euro.

André Pieperjohanns

Kompensieren konnte die RVM einen Teil durch die starke Nachfrage beim Sozialticket. „Dadurch bleiben jetzt rund 800 000 Euro übrig.“ Ähnliches erhoffe man sich vom Azubi-Ticket, das Westfalen-weit für 62 Euro angeboten wird und für 20 Euro mehr sogar im ganzen Land genutzt werden kann.

Dies alles sei aber nur möglich, weil viele Steuergelder fließen. Auch der Kreis selbst legt erneut Geld drauf, wenn ab August der Nachtbus-Zuschlag für die Fahrgäste wegfällt.

Freuen können sich die Fahrgäste, weil im Juni das Handy-Ticket kommt. „Die Fahrgäste können das E-Ticket dann auch ausdrucken, aber es würde reichen, einfach sein Smartphone bereitzuhalten.“

Demnächst noch besser wird die Mobilitäts-App zu nutzen sein, die Echtzeitdaten und Störungsmeldungen anbietet.

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