Ehrung für Ferdi Schmal
Kreissportbund findet keinen neuen Präsidenten

Enniger -

15 Jahre war Ferdi Schmal im Vorstand des Kreissportbundes, davon 13 Jahre Präsident. Nach seinem Rücktritt findet sich niemand, der in diese Fußstapfen treten will.

Samstag, 30.03.2019, 08:06 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 18:02 Uhr
Angelika Schmiele vom KSB-Präsidium überreicht Ferdi Schmal die Ehrenurkunde. Den Vorschlag, Schmal zum Ehrenpräsidenten zu ernennen, hatte Josef Riesenbeck (r.) gemacht.
Angelika Schmiele vom KSB-Präsidium überreicht Ferdi Schmal die Ehrenurkunde. Den Vorschlag, Schmal zum Ehrenpräsidenten zu ernennen, hatte Josef Riesenbeck (r.) gemacht. Foto: Peter Schniederjürgen

Wenn aus einem Präsidenten ein Ehrenpräsident wird, endet eine Ära. Genau das geschah am Donnerstagabend im Ennigeraner Gasthaus Lindenhof. Dorthin hatte der Kreissportbund zur Mitgliederversammlung geladen und knapp 150 Delegierte, Freunde und Ehrengäste waren gekommen. Schließlich stand ein ganz besonderer Punkt an. Ferdi Schmal , seit 15 Jahren im Vorstand und seit 13 Jahren Präsident des KSB , trat zurück.

Dabei hinterlässt der langjährige KSB-Chef eine Lücke. „Leider habe ich noch keinen Nachfolger, obwohl ich meinen Rückzug zum 75. Geburtstag lange angekündigt hatte“, bedauerte Schmal. Dabei gibt er nicht alles auf. So wird sein Engagement weiter der Integration der Zuwanderer in den Sportvereinen gelten. „Natürlich stehe ich dem Bund auch sonst mit Beratung zur Seite.“ So war der letzte und vielleicht wichtigste Punkt der Tagesordnung der Antrag von Josef Riesenbeck. „Ich beantrage die Wahl von Ferdi Schmal zum Ehrenpräsidenten“, schlug der Everswinkeler vor. Dem stimmten die Anwesenden einstimmig zu und applaudierten im Stehen.

Doch zuvor kamen noch die Ehrengäste zu Wort. „Wir sehen im Kreissportbund immer einen kompetenten und vor allem verlässlicher Ansprechpartner“, lobte Landrat Dr. Olaf Gericke. Eine sehr positive Bilanz der Aktivitäten zog Walter Schneeloch . „Wir konnten 300 Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten lockermachen“, verkündete der Präsident des Landessportbundes. Damit sei NRW näher an das Ziel herangerückt, das Sportland Nummer eins zu werden.

Für eine verstärkte Beteiligung der Vereine in der Politik warb Gerwin Lutz Reinink als Vertreter der Staatskanzlei. Er zollte den Leistungen des Kreissportbundes großen Respekt. „Es ist uns nicht verborgen geblieben, was hier so geht.“

In seinem Vortag forderte Walter Schneeloch eine Neuausrichtung des Ehrenamts in den Vereinen. „Wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen und für die jüngeren mehr projektbezogenes Ehrenamt anbieten.“ Denn oft hätten die jungen Leute weder Lust noch Zeit, sich durch die alten Vereinsstrukturen durchzukämpfen.

Schließlich verlieh der Landespräsident Ferdi Schmal die silberne Ehrennadel für seine Verdienste. Neu ins Amt des Vizepräsidenten für Gesundheit wählten die Delegierten den Ahlener Frank Schott.

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