Thomas Rusche trennt sich von der SØR-Unternehmenssammlung
4000 Werke unter dem Hammer

Oelde -

Seine Sammlung gilt als exquisit. Mit den Sammlungsstücken bestückte Dr. Dr. Thomas Rusche zahlreiche Ausstellungen in den Museen des Kreises und darüber hinaus deutschlandweit in Ausstellungshäusern. Jetzt hat der Oelder Modehausunternehmer (SØR) angekündigt, sich von seiner Sammlung trennen zu wollen.

Montag, 01.04.2019, 15:14 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 18:02 Uhr
Ein Sammler zum Anfassen: Dr. Thomas Rusche führte auch gern durch die Ausstellungen mit Werken aus der firmeneigenen Kollektion wie hier im „Religio“ in Telgte.
Ein Sammler zum Anfassen: Dr. Thomas Rusche führte auch gern durch die Ausstellungen mit Werken aus der firmeneigenen Kollektion wie hier im „Religio“ in Telgte. Foto: Museum Religio

Sie umfasst 225 Gemälde niederländischer Meister aus dem 17. Jahrhundert, darunter zahlreiche „Hochkaräter“, die zum Teil schon in vierter Generation in Familienbesitz sind, und über 4000 Bildwerke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Darunter befinden sich Werke so namhafter Künstler wie Stephan Balkenhol, Norbert Bisky, George Condo, Leiko Ikemura, Alicja Kwade, Jonathan Meese und vor allem auch Vertreter der Leipziger Schule wie Neo Rauch und Daniel Richter.

Mit der Versteigerung der modernen Sammlung beauftragt hat Rusche das Kölner Auktionshaus Van Ham. Am 29. Mai findet die erste von mehreren Auktionen statt, der Katalog ist in Drucklegung. Dabei sollen zunächst 150 Kunstwerke auktioniert werden. Ab Spätherbst sollen in einem lockeren Turnus weitere Versteigerungen folgen, wie Van Ham-Sprecherin Anne Rinckens bestätigt. „99 Prozent der Werke sind bereits bei uns“, erklärt Rinckens auf Anfrage.

Um die alten Meister versteigern zu lassen, hat sich Rusche für das Londoner Auktionshaus Sotheby´s entschieden. Die erste Tranche mit Bilderwerken wird dort bereits am 8. Mai aufgerufen.

99 Prozent der Werke sind bereits bei uns.

Anne Rinckens

Den Verkauf begründet der Oelder Unternehmer mit wirtschaftlichen Gründen. „Wir haben uns dazu entschlossen, die Unternehmenssammlung der SØR Rusche GmbH zu veräußern, um die digitale Transformation des Unternehmens zu finanzieren und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter langfristig zu sichern“, wurde Rusche kürzlich von der Kunstzeitschrift „Monopol“. zitiert.

Bereits Mitte März hatte das Oelder Modehaus angekündigt, sein Verkaufsnetz um 15 Filialen verkleinern zu wollen.

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