Jugendliche auf dem Weg zum Firmengründer
Ideen zum Fliegen bringen

Ahlen -

Eine Mischung war da zusammengekommen, wie man sie nicht alle Tage sieht. Ältere und Jüngere, gestandene Unternehmer und wissbegierige Schüler trafen sich. Eins hatten sie alle gemeinsam: Ideen.

Montag, 06.05.2019, 16:12 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 16:14 Uhr
Mach Dein Ding“ – Jugendliche und Firmenchefs als Mentoren sprachen über Geschäftsideen und Firmengründungen beim Startup Teens-Workshop in Ahlen.
Mach Dein Ding“ – Jugendliche und Firmenchefs als Mentoren sprachen über Geschäftsideen und Firmengründungen beim Startup Teens-Workshop in Ahlen.

Die Älteren konnten sie meistens schon in die Wirklichkeit umsetzen, die Jugendlichen zeigten mehr von der Begeisterung jedes Anfangs, den nicht das Kleinklein der tausend Alltagswidrigkeiten aufhalten kann.

Gut 30 Teilnehmer waren auf Einladung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gfw) zum Ideen-Camp der „Startup Teens“ für junge Leute ins HOKO. LAB im Ahlener Gründerzentrum zusammengekommen. Firmengründer und Chefs lernten als Mentoren Schüler und deren Geschäftsideen kennen.

Wenn Unternehmer Jugendlichen Tipps für ihre berufliche Selbstständigkeit geben, dann ist ein erster guter Anfang gemacht.

Petra Michalczak-Hülsmann

Jochen Heimann moderierte das vierstündige Treffen am Samstagnachmittag. Er gehört zur deutschlandweiten Initiative „Startup Teens“ aus Hamm, die Jugendliche und junge Erwachsene für das Unternehmertum begeistern will. Das gemeinnützige Netzwerk („Wir machen junge Unternehmer“) war zusammen mit der gfw Gastgeber des Ideencamps unter dem Motto: „Wir bringen deine Ideen zum Fliegen!“

Die Schüler trafen auf eine gleiche Zahl von Mentoren, mit denen sie ihre Gründungsideen vorantreiben konnten. Dabei ging es in Workshops um Fragen nach der Firmengründungsidee und deren Wettbewerbsfähigkeit, um funktionsfähige Produkte und Dienstleistungen. „Wenn erfahrene Firmengründer und Unternehmer sich mit den Ideen von Jugendlichen auseinandersetzen und ihnen konkrete Tipps für ihr späteres Leben in beruflicher Selbstständigkeit geben, dann ist ein erster guter Anfang gemacht“, sagte Petra Michalczak-Hülsmann, gfw-Geschäftsführerin bei der Begrüßung.

Netzwerken, Spaß daran haben und gute Ideen nicht für sich behalten.

Nils Reichard

Ideen für ein neuartiges Produkt oder eine App hatten die jungen Leute reichlich mitgebracht. Ein 16-Jähriger bastelt an einer speziellen Sport-App. Der 18 Jahre alte Jan steht kurz vor der Herstellung von Rucksäcken in Kambodscha und will mit dem Erlös Englisch-Sprachkurse für kambodschanische Kinder finanzieren. Oder der Elfjährige, der mit seinem Maschinenbauingenieur-Vater überlegt, wie man durch geeignetes Instrument beim familiären Crêpes-Straßenverkauf den Puderzucker besser auf die Mehlspeisen gestreut bekommt.

Noch viele andere Pläne, etwa aus Fitnessgeräten Energie rückzugewinnen, hatten erfahrene Mentoren wie Magdalena Münstermann oder Martin Hegselmann zu bewerten. Die Unternehmerin weiß, wie aus kleinen Anfängen Großes erwachsen kann. Sie hat seit 1978 aus einer kleinen Familienschlosserei ein Maschinenbauunternehmen mitentwickelt, das heute 300 Mitarbeiter beschäftigt. Und der Werbefachmann konnte den Jugendlichen etliche Kniffe verraten, möglichst wirkungsvoll für die eigene Idee zu klappern.

Wie eine Idee Schwung erhält und schließlich zum Fliegen kommt, wusste der 17-jährige Nils Reichard aus Düsseldorf zu berichten. Er hat als Softwareentwickler erfolgreich die Firma Codingbrain („We make your life easier“) gegründet und war Sieger der Startup Teens-Challenge 2018. Seine Idee hat schon ziemliche Flughöhe gewonnen. Sein Erfolgsrezept: „Netzwerken, Spaß daran haben und gute Ideen nicht für sich behalten.“

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