„KiRaKa“ aus Oelder Grundschule
Kinder entlarven Fake-News

Oelde -

Der Anruf des WDR bei Schulleiterin Antonia Hegemann von der Overbergschule in Oelde kam überraschend. Ob man dort eins von zwei Projekten durchführen könne? Die Grundschule wählte das Projekt „KiRaKa (KinderRadioKanal) kommt“, seit Montag war der Radiosender WDR 5 nun in Oelde zu Gast.

Sonntag, 19.05.2019, 10:04 Uhr aktualisiert: 19.05.2019, 13:12 Uhr
Werden die Radiohörer die Fake-News erkennen? Die Grundschüler David, Kimi und Zoe sprechen ihre Nachrichten in das Mikrofon von Moderatorin Insa Backe (v. l.).
Werden die Radiohörer die Fake-News erkennen? Die Grundschüler David, Kimi und Zoe sprechen ihre Nachrichten in das Mikrofon von Moderatorin Insa Backe (v. l.). Foto: Ralf Steinhorst

„Die Kinder waren aufgeregt, viele haben gar kein Radio mehr zu Hause“, blickte Lehrerin Sabine Rohde-Bussiewehe auf den Beginn der Woche zurück. Die 55 Viertklässler aus beiden Klassen stellten ihre Schule im Radio vor, verlasen Nachrichten und verfassten eine Reportage, die dann abends im KiRaKa gesendet wurde.

Am Donnerstag machte KiRaKa-Moderatorin Insa Backe das Thema Fake-News zum Thema. „Wir wollen damit die wichtigen Medien Radio, Fernsehen und Zeitung in Form einer Medienkompetenzschulung vorstellen“, erklärte sie.

Dass Fake-News schon im unmittelbaren Umfeld beginnen, wurde zuvor deutlich. Das fängt schon bei Kettenbriefen an, die meistens Drohungen enthalten, wenn man sie nicht weitergibt. „Die Drohungen stimmen nicht“, mahnte Insa Backe, Kettenbriefe erst gar nicht zu öffnen.

Mobbing oder gar Cybermobbing stellt eine weitere Form von Fake-News dar. Denn dort wird ein Opfer so dargestellt, wie es gar nicht ist. „Man bestimmt selbst, was richtig oder falsch ist – nicht jemand anderes“, beschrieb die Moderatorin anhand von Fallbeispielen, das Mobbing alles andere als lustig ist. Auch vor Fremden in den Sozialen Medien, etwa auf WhatsApp oder Facebook, warnte sie. Man könne nie wissen, wer dahintersteckt, es sollten also nie Fotos gezeigt oder persönliche Daten wie Namen preisgegeben werden. Sollte doch mal Mobbing passieren, seien Eltern und Lehrer immer die richtigen Ansprechpartner, um zu helfen.

Natürlich musste ja dann noch Radio gemacht werden, von vier Tagesnachrichten wurden von den Schülern zwei in Fake-News umgewandelt und vertont. Ob die Radiohörer sie erkennen werden? Den Schülern jedenfalls riet Insa Backe: „Benutzt euren Kopf, wenn ihr Nachrichten lest“.

Mit eine Liveschaltung vom Oelder Schulhof ins Kölner KiGaRa-Studio ging am Freitagabend die Projektwoche zu Ende.

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