Kommunale Wohnungsbaugesellschaft gefordert
Linke machen sich für bezahlbare Mieten stark

Kreis Warendorf -

Die Linken sorgen sich um bezahlbare Mieten. Deswegen fordern sie eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft.

Mittwoch, 03.07.2019, 06:01 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 06:10 Uhr
Zum Stichtag 30. Juni 2018 waren genau 335 Menschen im Kreis wohnungslos gemeldet. Nach Auffassung der Linken braucht man jetzt eine Kommunale Wohnungsbaugesellschaft.
Zum Stichtag 30. Juni 2018 waren genau 335 Menschen im Kreis wohnungslos gemeldet. Nach Auffassung der Linken braucht man jetzt eine Kommunale Wohnungsbaugesellschaft. Foto: Große Hüttmann

Die Zahlen der Berichterstattung über Wohnungsnot in NRW sind nach Auffassung der Linken im Warendorfer Kreistag erschütternd. „Im vergangenen Jahr hatten wir mehr als eine Verdopplung der Wohnungslosigkeit im Kreis. Es wird höchste Zeit, dass sich die Kreisverwaltung dieses Problems annimmt,“ so Stephan Schulte , Fraktionsvorsitzender für die Linke im Kreistag. „Wir brauchen eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft, die die Bürger mit bezahlbarem Wohnraum versorgt.“

Die in der letzten Woche im Landtag präsentierten Zahlen für ganz NRW seien alarmierend. So seien im Kreis zum Stichtag 30. Juni 2018 genau 335 Menschen wohnungslos gemeldet (2017 waren es 160 Menschen). „Die Dunkelziffer dürfte dabei noch viel höher liegen, denn die Statistik erfasst nur die bei den Kommunen oder freien Trägern offiziell gemeldeten Wohnungslosen. Die Kreisverwaltung hat in der Vergangenheit auf unsere Nachfrage im Sozialausschuss, mehrfach versichert, dass es im Kreis Warendorf genügend bezahlbaren Wohnraum gebe“, so Schulte.

„Wir werden diese Zahlen nicht so hinnehmen“, beteuert der Fraktionsvorsitzende der Linken. „Es müssen schleunigst die Kosten der Unterkunft (KdU) angepasst werden, und der Kreis muss selbst mit einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft als Bauträger in Aktion treten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6744416?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F
Italien-Rückkehrer in Deutschland mit Coronavirus infiziert
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2, orange), das aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen (grau) austritt.
Nachrichten-Ticker