NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im St.-Elisabeth-Hospital
Landärztliche Versorgung stärken

Kreis Warendorf -

Die ambulante und stationäre Notfallversorgung sowie die neue, konsequente Krankenhausplanung in NRW waren Themen, über die Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann im St.-Elisabeth-Krankenhaus mit Vertretern aus Politik, der Stadt und des Krankenhauses sprach.

Mittwoch, 07.08.2019, 21:00 Uhr
Über die zukünftige Krankenhausplanung tauschten sich Vertreter aus Politik, der Stadt Beckum, des Krankenhauses und der Franziskus-Stiftung aus.
Über die zukünftige Krankenhausplanung tauschten sich Vertreter aus Politik, der Stadt Beckum, des Krankenhauses und der Franziskus-Stiftung aus. Foto: St.-Elisabeth-Hospital Beckum

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ( CDU ) besuchte jetzt das St.-Elisabeth-Hospital Beckum, um über die landärztliche Versorgung, die ambulante und stationäre Notfallversorgung sowie die neue, konsequente Krankenhausplanung in NRW zu sprechen. Der Einladung folgte Laumann in Begleitung des Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum , Rudi Goriss, Markus Höner (beide CDU), Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann sowie der stellvertretenden Bürgermeisterin Resi Gerwing, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses. Zu den Gesprächspartnern von Seiten des Krankenhauses gehörten der Vorstandsvorsitzender der Franziskus-Stiftung, Dr. Klaus Goedereis, Geschäftsführer Burkhard Nolte, der Ärztliche Direktor Guido Boucsein , Pflegedirektor Michael Blank sowie Julia Schnetgöke, Leiterin des Kosten- und Erlösmanagements.

Zu wenig Geld

„Das St.-Elisabeth-Hospital Beckum ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit einer überregionalen Versorgungsstruktur“, so Minister Laumann. Im Mittelpunkt des Gespräches stand die künftige Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen. In den Augen von Minister Laumann sind die Investitionsmittel für Baumaßnahmen und Gerätebeschaffung in Höhe von 550 Millionen Euro für die Krankenhäuser zu gering. Selbst wenn weitere 300 Millionen Euro für Einzelförderungen bereitgestellt würden, bleibt das Geld zu knapp. Dieses Problem könne nur durch den Abbau von Überkapazitäten geregelt werden. Zu denken wäre hier an eine qualitativ hochwertige Versorgung, die innerhalb von 20 bis 30 Minuten erreichbar sei. Das Problem der Überkapazitäten liege daher eher in den Ballungsräumen als im ländlichen Bereich, wird der Minister in der Pressemitteilung zitiert.

Die Krankenhausstrukturreform sei im Münsterland weitestgehend abgeschlossen, so Laumann. In diesem Zusammenhang kündigte er zum 11. September die Veröffentlichung eines Gutachtens an, das die Unter- beziehungsweise Überversorgung einzelner Gebiete deutlich machen soll und die Grundlage für die Rahmenplanung im Bereich der Krankenhäuser bietet.

Steuerung

Die von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Studie zur Reduzierung von Krankenhäusern bundesweit erscheint ihm zu undifferenziert. Mit einem Blick in die Zukunft sprach er sich für die Einrichtung von Portalpraxen aus, die bei der Steuerung von Patienten in Richtung Hausarzt, Notfallpraxis oder Krankenhaus unterstützen sollen.

Der Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum sprach sich für den Erhalt der Krankenhausstandorte im Kreis Warendorf aus und auch Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann betonte, dass das Beckumer Krankenhaus unverzichtbar für den Kreis sei. Dr. Klaus Goedereis, erläuterte das Kompetenznetzwerk der Franziskus Stiftung im Münsterland. So ergänzen und unterstützen sich die Einrichtungen in vielen Fachabteilungen und sorgen so für eine höhere Effizienz und Qualität.

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